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Die Forschermappe: Dokumentation und Literacy

Von der Erfahrung zur Der Begriff Schriftkultur umfasst alle Praktiken rund um Lesen, Schreiben und den Umgang mit und Symbolen. Kinder wachsen in diese Kultur hinein, lange bevor sie selbst lesen und schreiben; dies zeigt sich in Kindertagesstätten beispielsweise, wenn Kinder ihren Namen auf Bilder malen oder Kritzelbuchstaben unter Zeichnungen setzen. Eine Forschermappe verknüpft dieses Hineinwachsen mit konkretem Tun. Kinder erleben, dass Erfahrungen festgehalten, wiederholt gelesen und geteilt werden können. Damit erschließt sich ihnen eine zentrale Funktion von Schrift: Sie bewahrt Gedanken über die gegenwärtige Situation hinaus.

Von Udo Elfert
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Dokumentation als gemeinsamer Prozess

bezeichnet im pädagogischen das systematische Festhalten von Bildungsprozessen in Wort, Bild oder Material. Sie macht Lernwege für Kinder, Gruppen und Familien sichtbar. Nach einem Experiment mit Wasser und Öl halten Kinder ihre in einer Mappe fest – etwa durch Zeichnungen, aufgeklebte Materialproben oder diktierte Sätze.

Dabei ist die aktive Beteiligung der Kinder zentral. Die Dokumentation erfolgt nicht einseitig durch Fachkräfte, sondern in mit den Kindern. Diese gemeinsame Erarbeitung stärkt das Sprachhandeln, die und das Verständnis für Textlogik.

Symbolverständnis wächst im Tun

beschreibt die Einsicht, dass ein Zeichen für etwas anderes steht – etwa ein Pfeil für eine Richtung oder ein Buchstabe für einen Laut. Beim Anlegen einer Forschermappe erfahren Kinder diese Zusammenhänge unmittelbar. Ein Wassertropfen auf Papier symbolisiert das Wasser aus dem Versuch, während ein gemalter Pfeil zeitliche Abfolgen verdeutlicht.

Solche Zeichenhandlungen bereiten das spätere Lesen und Schreiben vor und schulen bildungssprachliche Strukturen wie zeitliche Abfolgen, Ursache und Wirkung.

Eine Forschermappe gemeinsam gestalten

Nach einem Experiment lässt sich der Prozess in überschaubaren Schritten festhalten:

  • Material: DIN-A4-Sammelmappe, Stifte, Klebstoff, Versuchsaufnahmen und kleine Materialproben.
  • Frage notieren: Das Kind formuliert eine Ausgangsfrage, die schriftlich festgehalten wird, wie beispielsweise „Warum schwimmt der Korken?“.
  • Vermutung malen oder diktieren: Die Annahme des Kindes wird bildlich oder als diktierter Satz dokumentiert.
  • Ablauf zeichnen: Die einzelnen Versuchsschritte werden nummeriert oder durch Pfeile verbunden.
  • Ergebnis dokumentieren: Die Beobachtungen werden als Foto, Zeichnung oder Text festgehalten.
  • : Die Aussagen der Kinder über ihre Entdeckungen werden als Zitate auf der Seite integriert.

Sprachliche Beiträge von Kindern werden mit einer passenden aufgegriffen, etwa durch Aussagen wie: „Du hast beobachtet, dass der Korken oben bleibt. Wir schreiben auf: Der Korken schwimmt.“ So verbinden sich Mündlichkeit und Schriftlichkeit zu einem sinnvollen Ganzen.

Impuls für Ihre Praxis

Die Forschermappe ist mehr als ein Erinnerungsstück; sie macht Denkwege sichtbar und erschließt Zugänge zur Schriftkultur. Die Auswahl von richtet sich nach den Interessen der Kinder, um gemeinsame Forschermappenseiten zu gestalten.