Begriffswege

Begriffe im Wissensgarten

Fachbegriffe als verständliche Orientierungspunkte: Jede Erklärung führt zurück zu Artikeln, in denen das Thema weiterwächst.

5

1 Begriffe

50-Wörter-Marke

Ein Meilenstein in der Sprachentwicklung, bei dem ein Kind typischerweise im Alter von etwa 24 Monaten einen aktiven Wortschatz von rund 50 Wörtern erreicht. Das Erreichen dieser Marke geht oft mit dem Beginn des Wortschatzspurts einher.

A

46 Begriffe

Affordance

Der Begriff Affordance bezeichnet die Aufforderungsqualität von Gegenständen, Räumen und Materialien, welche die Interaktion und aktive Nutzung durch Kinder in ihrer alltäglichen Umgebung direkt herausfordert. Im Kontext der Sprachbildung bieten materialreiche Spielumgebungen konkrete Handlungsanlässe, die Kinder spontan zu sprachlichen Äußerungen und zum gemeinsamen Austausch anregen.

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Affrikate

Eine Verbindung aus zwei Artikulationsbewegungen, bei der ein Verschlusslaut (Plosiv) unmittelbar in einen Reibelaut (Frikativ) am selben Artikulationsort übergeht, z. B. [pf] oder [ts].

Akkusativ

Grammatischer Fall für das direkte Objekt: Wen oder was sieht, nimmt oder benennt jemand?

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Aktives Zuhören

Aktives Zuhören bezeichnet eine interaktive Gesprächstechnik, bei der Fachkräfte die Aussagen von Kindern durch verbale und nonverbale Rückmeldungen spiegeln, um das Verstehen zu signalisieren und den Sprachfluss anzuregen. Durch das paraphrasierende Aufgreifen kindlicher Äußerungen werden sprachliche Lerngelegenheiten geschaffen und der Wortschatz alltagsintegriert erweitert.

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Akustische Dauerberieselung

Andauernde Geräusch- oder Klangkulisse, die konzentriertes Hören und Gespräche erschweren kann.

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Alltagsintegrierte Sprachbildung

Ansatz, bei dem sprachliche Lerngelegenheiten systematisch in den Kita-Alltag eingebettet werden. Sprachanregungen werden in natürlichen Situationen wie dem Morgenkreis, dem Spiel oder beim Wickeln aufgegriffen.

Anamnese

Systematische Erhebung von Informationen zur Vorgeschichte, Entwicklung und aktuellen Lebenssituation einer Person. In der medizinischen oder therapeutischen Diagnostik ist sie ein fachlich strukturierter Schritt; pädagogische Fachkräfte können Eltern nach Beobachtungen und Erfahrungen fragen, führen aber keine medizinische Anamnese durch.

Anaphorik

Anaphorik bezeichnet in der Textlinguistik den Rückbezug eines sprachlichen Ausdrucks (z. B. eines Pronomens) auf ein zuvor im Text erwähntes Element. Sie ist ein wichtiges Mittel der Kohäsion, um Sätze inhaltlich miteinander zu verknüpfen und einen roten Faden beim Erzählen zu schaffen.

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Anekdotisches Protokoll

Ein anekdotisches Protokoll ist eine schriftliche Beobachtungsmethode, bei der konkrete Schlüsselsituationen und sprachliche Äußerungen von Kindern in der Kita objektiv und zeitnah dokumentiert werden. Diese qualitativen Aufzeichnungen ermöglichen es, kindliche Entwicklungsprozesse sowie sprachliche Fortschritte im Alltag detailliert zu erfassen und als Grundlage für die gezielte pädagogische Sprachförderung zu nutzen.

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Ansatzrohr

Das Ansatzrohr bezeichnet die oberhalb des Kehlkopfs liegenden Hohlräume und die beweglichen Artikulatoren (Rachen, Mundhöhle, Nasenhöhle, Lippen, Zunge, Gaumensegel), die den Luftstrom aus den Stimmlippen resonanzieren, formen und artikulieren. Durch Lageänderungen dieser Strukturen entstehen Engstellen, Verschlüsse und Resonanzräume, die Klangfarbe und Lautgestalt bestimmen.

Antizipation

Vorwegnahme oder vorausschauende Planung von Handlungen oder Lauten. In der Sprachentwicklung bezeichnet dies die Anpassung der Artikulationsorgane an einen folgenden Laut.

Antonyme

Antonyme sind Wörter mit gegensätzlicher Bedeutung, die im frühkindlichen Sprachgebrauch Kontraste wie groß und klein oder heiß und kalt verdeutlichen. Durch das gezielte Erarbeiten solcher Gegenbegriffe erweitern Kinder ihren aktiven Wortschatz und lernen, Merkmale präziser zu differenzieren und sprachlich auszudrücken.

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Artikulationsstörung

Sprechstörung, bei der Laute aufgrund von Beeinträchtigungen der motorischen Lautbildung abweichend gebildet werden. Phonologische Störungen betreffen demgegenüber die regelhafte Verwendung von Lauten im Sprachsystem.

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Auditive Aufmerksamkeit

Fähigkeit, die Aufmerksamkeit gezielt auf relevante Geräusche oder Sprachsignale zu richten.

Auditive Diskrimination

Fähigkeit, feine klangliche Unterschiede zwischen Lauten oder Geräuschen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die phonologische Verarbeitung von Sprache.

Auditive Wahrnehmung

Aufnahme und Verarbeitung von Schallreizen über das auditorische System bis hin zur bewussten Wahrnehmung (Hören).

Aufmerksamkeitsfokus

Der Aufmerksamkeitsfokus beschreibt den Gegenstand oder Inhalt, auf den sich die Aufmerksamkeit eines Kindes in einer bestimmten Situation richtet. Das Berücksichtigen des kindlichen Aufmerksamkeitsfokus ist ein wichtiges Prinzip der alltagsintegrierten Sprachbildung.

Aufmerksamkeitsinitiative

Versuch eines Kindes, die Aufmerksamkeit einer anderen Person auf einen Gegenstand, ein Ereignis oder ein eigenes Anliegen zu lenken. Sie kann sich durch Blickwechsel, Zeigegesten, Laute, Wörter oder Äußerungen zeigen und eröffnet häufig einen gemeinsamen Gesprächsanlass.

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Aufnahmebereitschaft

Beschreibt, ob ein Kind in einer konkreten Situation offen dafür ist, sprachliche Angebote wahrzunehmen und zu verarbeiten. Sie ist keine feste Eigenschaft des Kindes, sondern hängt unter anderem von seinem Befinden, der Beziehungssituation, Reizen in der Umgebung und dem aktuellen Interesse ab.

Autonome Kindersprache

Sprachformen und Wörter, die Kleinkinder beim Erwerb ihrer Erstsprache selbst bilden und die von der Zielsprache abweichen (z. B. „Wauwau“). Sie folgen einer inneren Logik und gehören zum normalen Verlauf der frühen Sprachentwicklung.

Autosemantika

Autosemantika sind Inhaltswörter mit eigenständigem lexikalischem Bedeutungsgehalt, die auf Gegenstände, Handlungen oder Eigenschaften verweisen (z. B. Nomen, Verben, Adjektive) und als offene Wortklasse stetig wachsen; sie stehen im Gegensatz zu Funktionswörtern (Synsemantika), die vorwiegend grammatische Beziehungen markieren.

B

17 Begriffe

Basiskompetenzen

Übergreifende, grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen (z. B. Wahrnehmung, Selbstregulation, Erzählernen), die Kindern ermöglichen, ihre Umwelt zu erschließen und die als Voraussetzung für weiteres Lernen dienen.

Benennen

Sprachbildungsstrategie, bei der Objekte, Handlungen oder Situationen gezielt sprachlich benannt werden.

Benennungsexplosion

Die Benennungsexplosion (auch Wortschatzspurt) ist eine Phase in der Sprachentwicklung, meist zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat, in der Kinder in kurzer Zeit ungewöhnlich viele neue Wörter erwerben. Sie erkennen zunehmend, dass Dinge Namen haben, und suchen aktiv nach Benennungen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Beobachtung

Beobachtung bezeichnet die systematische und dokumentierte Wahrnehmung von Handlungen sowie sprachlichen Äußerungen im frühpädagogischen Alltag. Sie bildet die wesentliche Grundlage, um sprachliche Entwicklungsschritte von Kindern zu erkennen und darauf aufbauend passgenaue Interaktionen zu gestalten.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Bielefelder Screening

Das Bielefelder Screening (BISC) ist ein standardisiertes Screeningverfahren zur Früherkennung von Lese‑Rechtschreib‑Schwierigkeiten im Vorschulalter. Es erfasst unter anderem Teilbereiche der phonologischen Bewusstheit und wird von entsprechend geschulten Fachkräften angewandt und ausgewertet.

Bild vom Kind

Grundlegende Annahmen und Vorstellungen pädagogischer Fachkräfte darüber, wie Kinder sich entwickeln, lernen und die Welt wahrnehmen. Dieses Bild vom Kind beeinflusst Haltungen, Interaktionen und didaktische Entscheidungen im pädagogischen Alltag maßgeblich.

Bildungssprache

Bildungssprache ist ein formelles, oft dekontextualisiertes sprachliches Register, das in schulischen und institutionellen Zusammenhängen zur Vermittlung, Erschließung und Darstellung fachlicher Inhalte verwendet wird. Sie zeichnet sich durch fachspezifischen Wortschatz sowie komplexe Satz- und Textstrukturen aus und unterstützt das Verstehen und die Kommunikation von Lerninhalten.

Blickkontakt

Visuelle Verbindung zwischen Personen, die gemeinsame Aufmerksamkeit und Verständigung unterstützt.

Buchstabennamen

Bezeichnung für die traditionellen Namen einzelner Schriftzeichen (z. B. „Emm“ für m, „Tee“ für t). Diese Namen sind von den Lauten (Phonemen) zu unterscheiden, die die Buchstaben in Wörtern repräsentieren; die Unterscheidung ist beim Schriftspracherwerb bedeutsam.

C

4 Begriffe

Child-Directed Speech

Intuitive Anpassung der gesprochenen Sprache Erwachsener an Säuglinge und Kleinkinder, gekennzeichnet durch langsameres Tempo, höhere Stimmlage, deutlichere Artikulation und ausgeprägte Prosodie. Diese Form der Interaktion fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder, erleichtert das Erkennen von Sprachrhythmen und fördert den frühen Spracherwerb.

D

19 Begriffe

Dativ

Grammatischer Fall für das indirekte Objekt: Wem gibt, hilft oder erzählt jemand etwas?

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Denotation

Kontextunabhängige Kernbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks. Sie bezeichnet die sachliche Bedeutungsebene eines Wortes und wird von emotionalen Nebenbedeutungen sowie dem konkreten Bezug in einer Äußerungssituation unterschieden.

Deutsch als Zweitsprache

Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bezeichnet den Erwerb und Gebrauch des Deutschen durch Personen, deren Erstsprache(n) nicht Deutsch ist/sind, in einer überwiegend deutschsprachigen Umgebung, in der Deutsch als Alltags- und Bildungssprache benötigt wird (z. B. in Kita und Schule). Der Erwerb erfolgt vor allem im natürlichen Sprachkontakt und kann durch gezielte sprachpädagogische Förderung oder Unterricht unterstützt werden.

Deutung

Eine Deutung bezeichnet die aktive Zuschreibung von Sinn und Bedeutung auf wahrgenommene Handlungen, Äußerungen oder Situationen. In der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt das gemeinsame Deuten kindlicher Äußerungen und Handlungen den Dialog, indem pädagogische Fachkräfte sprachliche Brücken bauen und Wortschatz gezielt erweitern.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Diagnose

Fachliche Feststellung eines Entwicklungszustands oder einer Störung durch dafür zuständige Fachpersonen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Dialogische Gesprächsführung

Gesprächsweise, bei der Erwachsene und Kinder Beiträge wechselseitig aufgreifen, weiterführen und gemeinsam Bedeutung entwickeln. Fachkräfte orientieren sich dabei an den Interessen und Äußerungen der Kinder, geben ausreichend Zeit zum Antworten und vermeiden es, Gespräche in bloße Frage-Antwort-Folgen zu verwandeln.

Dialogische Haltung

Eine dialogische Haltung bezeichnet eine zugewandte und wertschätzende Grundorientierung pädagogischer Fachkräfte, die auf echtem Interesse an den Gedanken und Äußerungen von Kindern beruht. Sie bildet das Fundament für alltagsintegrierte Sprachbildung, da sie durch offene Fragen und aktives Zuhören sprachliche Lernprozesse im Kita-Alltag anregt und vertieft.

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Direktive Führung

Direktive Führung beschreibt einen steuernden Interaktionsstil im pädagogischen Alltag, bei dem erwachsene Vorgaben, klare Handlungsanweisungen und feste Strukturierungen im Vordergrund stehen, was strukturierte Lerngelegenheiten schafft, aber zugleich sprachliche Aushandlungsprozesse und kindliche Eigeninitiativen limitiert.

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Durchgängige Sprachbildung

Durchgängige Sprachbildung bezeichnet ein bildungsinstitutionelles Konzept, sprachliche Kompetenzen über alle Bildungsbereiche und Übergänge hinweg als Querschnittsaufgabe zu verankern. Dadurch wird ein kontinuierlicher und alltagsintegrierter Aufbau sprachlicher Kompetenzen von der Kindertagesstätte bis zum Schuleintritt bildungsbiografisch anschlussfähig gestaltet.

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E

34 Begriffe

Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnungsphase beschreibt die strukturierte und beziehungsorientierte Übergangszeit beim Eintritt in die Kindertagespflege oder Kita, in der Kinder schrittweise an die neue Umgebung herangeführt werden. Dieser Prozess bildet die emotionale und soziale Basis für eine sichere Bindung, welche sprachliche Interaktionen sowie alltagsintegrierte Sprachbildungsprozesse von Beginn an optimal unterstützt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Elternarbeit

Geplante Zusammenarbeit zwischen pädagogischen Fachkräften und Familien rund um Entwicklung, Alltag und Bildung des Kindes.

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Elternkompetenz

Elternkompetenz bezeichnet das erziehungs- und bildungsbezogene Handlungsvermögen von Erziehungsberechtigten, das die kindliche Entwicklung in Familie und Bildungseinrichtung maßgeblich unterstützt. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung umfasst sie insbesondere die Fähigkeit, eine sprachförderliche Interaktionskultur im familiären Alltag zu gestalten und den mehrsprachigen Spracherwerb ressourcenorientiert zu begleiten.

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Embodiment

Embodiment bezeichnet die untrennbare Wechselwirkung zwischen kognitiven Prozessen und körperlichen Erfahrungen, bei der sensorische und motorische Aktivitäten das Lernen und Verstehen prägen. Im Kontext der Sprachbildung verdeutlicht das Konzept, dass Wortbedeutungen und sprachliche Strukturen besonders nachhaltig verankert werden, wenn sie durch Gestik, Bewegung und körperliches Handeln im Kita-Alltag ganzheitlich erfahrbar sind.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Emergent Literacy

Gesamtheit der frühen Erfahrungen und Vorläuferfähigkeiten eines Kindes im Umgang mit Schrift-, Buch- und Erzählkultur, bevor das formale Lesen und Schreiben erlernt wird. Dazu gehören beispielsweise das Interesse an Büchern, das Erkennen von Symbolen und das Nachahmen von Schreibhandlungen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Emotionales Verbalisieren

Emotionales Verbalisieren bezeichnet das sprachliche Benennen von Gefühlen und inneren Zuständen durch pädagogische Fachkräfte, wodurch Kinder ein erweitertes begriffliches Repertoire zur Emotionsregulation und sprachlichen Ausdrucksfähigkeit erwerben. Diese alltagsintegrierte Begleitung unterstützt den Wortschatzaufbau sowie die sozialemotionale Entwicklung im frühkindlichen Bereich.

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Empathisches Spiegeln

Empathisches Spiegeln bezeichnet die sprachliche Aufnahme und emotionale Bestätigung kindlicher Empfindungen durch pädagogische Fachkräfte, wodurch kindliche Selbstwirksamkeit gestärkt, emotionale Erlebnisse verbalisiert und der altersgerechte Wortschatz im täglichen Miteinander gezielt erweitert wird.

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Entwicklungsbericht

Ein Entwicklungsbericht dokumentiert systematisch und ressourcenorientiert den individuellen Lernfortschritt eines Kindes über einen definierten Zeitraum. Dieses Instrument unterstützt die strukturierte Beobachtung sprachlicher Entwicklungsprozesse und bildet eine verlässliche Grundlage für den fachlichen Dialog sowie die alltagsintegrierte Sprachbildung.

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Entwicklungsverzögerung

Bezeichnung dafür, dass sich Fähigkeiten in einem oder mehreren Bereichen langsamer oder später entwickeln, als es für den jeweiligen Entwicklungsabschnitt häufig beobachtet wird. Sie ist keine eigenständige Diagnose und muss im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung eines Kindes fachlich eingeordnet werden.

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Erstes Fragealter

Entwicklungsphase meist im zweiten Lebensjahr, in der Kinder beginnen, gezielt nach den Namen von Dingen zu fragen (z. B. „Was ist das?“). Dies markiert einen wichtigen Schritt im Wortschatzerwerb.

Erzählanlass

Ein Erzählanlass bezeichnet eine konkrete Situation, einen Gegenstand oder ein Erlebnis, das bei Kindern den Impuls auslöst, eigene Gedanken oder Erfahrungen sprachlich zu artikulieren. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung dient ein solcher Anlass als bedeutsamer Impulsgeber, um den aktiven Wortschatz sowie die narrativen Kompetenzen von Kindern gezielt zu fördern.

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Erzählkreis

Der Erzählkreis ist eine ritualisierte Gesprächsform im Elementarbereich, bei der Kinder in einer festen Gruppe Erlebnisse teilen, gegenseitig zuhören und ihre sprachlichen Ausdrucksfähigkeiten anwenden. Durch den strukturierten Austausch fördert dieses pädagogische Format den aktiven Wortschatz, die kommunikativen Kompetenzen sowie das soziale Miteinander im Kita-Alltag.

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Erzählsteine

Erzählsteine sind bemalte oder gestaltete Natur- oder Holzsteine, die als visuelle und taktile Impulse dienen, um Kinder zum freien Erzählen, Fantasieren und gemeinsamen Sprachhandeln anzuregen. Durch das haptische Greifen und Ordnen der Steine verknüpfen Kinder sensorische Erfahrungen unmittelbar mit sprachlichen Äußerungen, wodurch Wortschatz, Grammatik und dialogische Kompetenzen im Kita-Alltag gefördert werden.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Erzählstruktur

Die Erzählstruktur bezeichnet den formalen Aufbau und die innere Verknüpfung von Ereignissen innerhalb einer Geschichte. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt das Verständnis dieser Struktur Kinder dabei, eigene Erlebnisse chronologisch zu gliedern, Handlungsabläufe logisch zu verknüpfen und ihre narrativen Kompetenzen systematisch auszubauen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Erziehungsmodelle

Grundlegende Vorstellungen und Leitbilder über Erziehung, z. B. autoritär, antiautoritär, demokratisch.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Erziehungsorientierung

Erziehungsorientierung bezeichnet grundlegende kulturelle und individuelle Überzeugungen, die das Handeln von Eltern und pädagogischen Fachkräften leiten. Sie umfasst Vorstellungen über kindliche Entwicklung und Erziehungsziele wie Autonomie oder Verbundenheit.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Etikettieren

Etikettieren bezeichnet das sprachliche Benennen von Gegenständen, Personen oder Handlungen durch die erwachsene Bezugsperson, um dem Kind treffende Bezeichnungen zur Verfügung zu stellen. Diese sprachliche Begleitung unterstützt den kindlichen Wortschatzerwerb, indem sie wahrgenommene Phänomene direkt mit akustischen Wortmustern verknüpft und so den Aufbau semantischer Netze fördert.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Evaluation

Evaluation bezeichnet die systematische Erfassung, Analyse und Bewertung pädagogischer Prozesse sowie sprachdidaktischer Maßnahmen in Kindertagesstätten. Sie dient der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der alltagsintegrierten Sprachbildung, um sprachliche Förderangebote zielgerichtet an den Bedürfnissen der Kinder auszurichten.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Expansion

Die erwachsene Person greift die Äußerung eines Kindes auf, wiederholt sie grammatikalisch korrekt und erweitert sie inhaltlich. Beispiel: Kind: „Da läuft ein Hund.“ Fachkraft: „Da läuft ein großer schwarzer Hund.“

Experimente

Kindgerechte, handlungsorientierte Versuche zur Untersuchung von Phänomenen; in der Kita als spielerisches Forschen genutzt, bei dem Kinder Fragen stellen, Vermutungen prüfen und ihre Beobachtungen sprachlich ausdrücken.

Extension

Modellierungstechnik, bei der eine Fachkraft eine kindliche Äußerung inhaltlich um neue Informationen, Zusammenhänge oder Handlungsmöglichkeiten ergänzt. Im Unterschied zur Expansion wird nicht vor allem die Satzform erweitert, sondern der gedankliche Inhalt weitergeführt. Beispiel: Kind: „Der Hund bellt.“ Fachkraft: „Ja, der Hund bellt. Vielleicht hat er etwas gehört.“

F

16 Begriffe

Fallbesprechung

Eine Fallbesprechung ist ein strukturierter kollegialer Austausch über konkrete pädagogische Situationen oder Entwicklungsverläufe einzelner Kinder, um gemeinsame Handlungsoptionen zu entwickeln. Im Kontext der Sprachbildung dient sie der multiprofessionellen Reflexion sprachlicher Lernprozesse und unterstützt die passgenaue sprachpädagogische Begleitung im Kita-Alltag.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Fast Mapping

Fast Mapping bezeichnet ein Phänomen in der frühen Sprachentwicklung, bei dem Kinder neue Wörter nach nur wenigen Begegnungen sehr schnell abspeichern und mit einem ersten Bedeutungsentwurf verknüpfen. Dieser Entwurf orientiert sich häufig an typischen Merkmalen (Prototypen) und kann zunächst zu weite oder zu enge Bedeutungsgrenzen umfassen.

Freies Erzählen

Freies Erzählen bezeichnet das unvorbereitete Berichten von selbst erlebten oder erfundenen Geschichten, bei dem Kinder eigene Gedanken und Erlebnisse ohne starre Vorgaben strukturieren. Durch diese sprachliche Ausdrucksform erweitern Kinder ihren Wortschatz, erproben komplexe Satzstrukturen und entwickeln narrative Kompetenzen in einem kommunikativen Rahmen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Freies Spiel

Im Kita-Kontext: weitgehend selbstbestimmte Spielphase (auch: Freispiel), in der Kinder Aktivitäten, Materialien, Spielpartner und -orte selbst wählen; pädagogische Fachkräfte bereiten die Umgebung vor und begleiten beobachtend statt anzuleiten.

Funktionsraum

Ein Funktionsraum ist ein thematisch spezialisierter Bereich in Kindertagesstätten, der durch eine gezielte Materialauswahl eigenständiges Explorieren und soziale Interaktionen ermöglicht. Diese räumliche Strukturierung regt Kinder zu vielfältigen sprachlichen Äußerungen an, da gemeinsame Spielprozesse den natürlichen Kommunikationsbedarf erhöhen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Funktionsspiel

Das Funktionsspiel ist die früheste Spielform bei Säuglingen und Kleinkindern, bei der sie durch wiederholtes Ausprobieren die Funktionen ihres Körpers oder von Gegenständen erkunden. Es unterstützt die sensomotorische Entwicklung und bildet die Grundlage für später komplexere Spielformen wie das Symbolspiel.

G

15 Begriffe

Ganzheitlicher Spracherwerb

Ganzheitlicher Spracherwerb ist ein Ansatz, bei dem die sprachliche Entwicklung in enger Verbindung mit motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Prozessen betrachtet wird. Sprache wird dabei in bedeutungsvollen, alltäglichen Handlungskontexten erworben und gefördert.

Gesprächsführung

Art und Weise, wie ein Gespräch durch Zuhören, Fragen, Pausen und Antworten gestaltet wird.

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Glottis

Die Glottis ist der Spalt zwischen den beiden Stimmlippen im Kehlkopf, dessen Öffnung, Schließung und Spannung über das Entstehen von Stimmtönen entscheidet. Sie ist eine zentrale anatomische Struktur der Phonation und unterscheidet sich von den Stimmlippen als anatomischen Schleimhautfalten.

H

18 Begriffe

Habituation

Allmählich abnehmende Reaktionsbereitschaft auf wiederholt dargebotene Reize, die sich als bedeutungslos erwiesen haben (Gewöhnung).

Halo-Effekt

Der Halo-Effekt beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei welcher ein einzelnes auffälliges Merkmal einer Person deren Gesamtwahrnehmung dominiert. Im pädagogischen Alltag führt diese Wahrnehmungsverzerrung oft dazu, dass sprachliche Kompetenzen von Kindern aufgrund äußerlicher Eindrücke oder des Sozialverhaltens fehlerhaft eingeschätzt werden.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Haltung

Grundlegende innere Orientierung, die prägt, wie eine Fachkraft Kinder, ihre Äußerungen und ihre Entwicklung wahrnimmt und darauf handelt. Eine wertschätzende Haltung zeigt sich nicht nur in freundlichen Worten, sondern auch darin, ob kindliche Beiträge ernst genommen und Entwicklungswege respektiert werden.

Handpuppe

Eine Handpuppe ist ein animierbares Spielmittel, das im pädagogischen Alltag gezielt als kommunikativer Partner eingesetzt wird, um Kinder durch dialogische Interaktionen und Rollenspiele zum aktiven Sprechen sowie zum sprachlichen Ausdruck zu motivieren.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Heilberuf

Ein Heilberuf ist ein reglementierter Gesundheitsberuf, der auf medizinisch-therapeutischen Tätigkeiten basiert und eine staatlich anerkannte, fundierte Ausbildung voraussetzt. Dazu gehört beispielsweise die Logopädie, in deren Rahmen diagnostische und therapeutische Leistungen zur Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen erbracht werden.

Hin-zu-Strategie

Eine Gesprächsführungstechnik, die die Aufmerksamkeit auf ein gewünschtes Ziel und konkrete Lösungsbilder lenkt, anstatt den Fokus auf das Problem zu richten. Sie unterstützt Eltern darin, ihre eigenen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.

Homophon

Homophone bezeichnen sprachliche Einheiten, die identisch klingen, sich jedoch in ihrer Bedeutung voneinander unterscheiden. Das spielerische Erkunden solcher klanggleichen Begriffe im frühpädagogischen Alltag schult die auditive Differenzierungsfähigkeit und fördert gezielt die phonologische Bewusstheit der Kinder.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Hörbahnreifung

Die Hörbahnreifung ist der neurologische Entwicklungsprozess, bei dem sich durch wiederkehrende akustische Reize die Nervenverbindungen vom Ohr zum Gehirn ausbilden und festigen. Sie ist besonders in den ersten Lebensjahren entscheidend für die Entwicklung des Hörvermögens und den späteren Spracherwerb.

Hyperonym

Ein Hyperonym bezeichnet einen Oberbegriff, der eine breitere begriffliche Klasse von spezifischeren Unterbegriffen semantisch umschließt und im frühkindlichen Wortschatzerwerb die systematische Strukturierung sowie Kategoriengestaltung des mentalen Lexikons unterstützt.

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I

22 Begriffe

Idiom

Ein Idiom bezeichnet eine feste Wortverbindung, deren Gesamtbedeutung sich nicht unmittelbar aus den Einzelwörtern erschließt. Im elementaren Sprachbildungsprozess begegnen Kinder solchen bildhaften Ausdrücken im Kita-Alltag, wodurch das gemeinsame Verstehen und spielerische Erkunden die metasprachliche Kompetenz gezielt fördert.

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Informelle Sprachstandserfassung

Alltagsbezogene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren, mit denen der sprachliche Entwicklungsstand eines Kindes strukturiert erfasst und über die Zeit verfolgt wird. Sie dienen der pädagogischen Einschätzung und Förderplanung.

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Inklusion

Inklusion bezeichnet die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder am gesellschaftlichen und pädagogischen Leben der Kindertagesstätte unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung bedeutet dies eine diversitätssensible Lernumgebung, die sprachliche Vielfalt als Ressource wertschätzt und jedem Kind barrierefreien Zugang zu sprachlichen Bildungsprozessen eröffnet.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Interaktionsprotokoll

Strukturierte schriftliche Festhaltung eines beobachteten Austauschs zwischen Kindern und Erwachsenen. Es kann im Team helfen, wiederkehrende Gesprächsmuster, Beteiligungsmöglichkeiten und die Wirkung des eigenen Handelns zu reflektieren; es ersetzt keine diagnostische Einschätzung.

Interferenz

Als Interferenz wird im Kontext des Spracherwerbs die sprachliche Übertragung von Strukturen der Erstsprache auf die Zweitsprache bezeichnet. Dies zeigt sich bei mehrsprachigen Kindern oft in Grammatik oder Aussprache und stellt einen normalen entwicklungssprachlichen Prozess dar.

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Intonation

Der Verlauf der Tonhöhe (Sprachmelodie) innerhalb einer Äußerung. Sie dient dazu, syntaktische Strukturen zu markieren, Emotionen auszudrücken und pragmatische Bedeutungen zu vermitteln.

IRE-Sequenz

Die IRE-Sequenz beschreibt ein klassisches kommunikatives Muster im pädagogischen Dialog, das sich aus einer Initiierung durch die Fachkraft, einer Reaktion des Kindes sowie einer anschließenden Bewertung zusammensetzt. Dieses strukturierende Interaktionsformat prägt sprachliche Lernprozesse im Kita-Alltag und beeinflusst das kindliche Antwortverhalten.

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J

1 Begriffe

K

31 Begriffe

Kindgerichtete Sprache

Eine von der typischen Erwachsenensprache abweichende, prosodisch reiche und melodiöse Sprechweise, die von Bezugspersonen in der Kommunikation mit Kindern verwendet wird. Sie unterstützt die Aufmerksamkeit des Kindes, hebt bedeutungstragende Elemente hervor und kann den Spracherwerb stützen.

Kommunikationszone

Die Kommunikationszone bezeichnet den räumlichen und sozialen Nahbereich zwischen Fachkräften und Kindern, in dem durch direkten Blickkontakt, körperliche Nähe und eine zugewandte Haltung optimale Bedingungen für sprachliche Interaktionen entstehen. Dieser interaktive Rahmen unterstützt alltagsintegrierte Sprachbildung, indem er gemeinsame Aufmerksamkeit fördert und verbale sowie nonverbale Austauschprozesse intensiviert.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Kommunikative Wertschätzung

Kommunikative Wertschätzung bezeichnet die zugewandte und respektvolle Haltung gegenüber kindlichen Äußerungen, wodurch sprachliche Lernprozesse im pädagogischen Alltag gezielt unterstützt werden. Durch aktive Aufmerksamkeit und bestätigendes Eingehen auf kindliche Mitteilungen entsteht eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, welche die kommunikativen Kompetenzen und das sprachliche Selbstvertrauen der Kinder nachhaltig stärkt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Kongruenz

Kongruenz bezeichnet im Kontext von Sprachbildung und Spracherwerb: 1) in der Grammatik die regelhafte Übereinstimmung sprachlicher Einheiten in Merkmalen wie Person, Numerus, Genus und Kasus (z. B. Subjekt–Verb- oder Artikel–Nomen-Kongruenz); 2) in der Kommunikation die Stimmigkeit zwischen verbalen Äußerungen und nonverbalen Signalen (z. B. Mimik, Gestik, Tonfall).

Konjunktiv

Konjunktiv bezeichnet einen der drei Modi (Aussageweisen) des Verbs neben Indikativ und Imperativ. Er wird traditionell als Möglichkeitsform beschrieben; er markiert häufig Nicht‑Wirkliches oder dient der indirekten Rede. Es gibt zwei Formen: Konjunktiv I (hauptsächlich in der indirekten Rede) und Konjunktiv II (unter anderem in Konditionalsätzen und zur Formulierung von Wünschen oder nicht wirklichen Situationen). Beispiele für Konjunktiv II: „Wenn ich Zeit hätte …“, „Ich wäre gern dabei.“ Häufige Konjunktiv‑II‑Formen sind: würde, wäre, hätte, könnte, sollte, möchte.

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Konjunktiv II

Verbform, die unter anderem Wünsche, nicht wirkliche Situationen und eine höfliche Distanz ausdrücken kann. „Möchte“ ist der Konjunktiv II von „mögen“; im Alltag dient diese Form häufig dazu, einen Wunsch zurückhaltend zu äußern, ohne dass der Wunsch deshalb weniger ernst gemeint sein muss. Weitere Konjunktiv-II-Formen sind: wäre, würde, hätte, sollte, könnte, dürfte.

Konnotation

Die zusätzliche, oft emotionale oder wertende Bedeutung eines Wortes, die über seine sachliche Grundbedeutung (Denotation) hinausgeht. Konnotationen können positiv, negativ oder neutral sein.

Kooperationsgespräch

Ein Kooperationsgespräch bezeichnet den strukturierten professionellen Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften und externen Institutionen oder Eltern zur gemeinsamen Abstimmung von Fördermaßnahmen. Dabei stehen die kontinuierliche Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung und die passgenaue Planung alltagsintegrierter sprachlicher Bildungsangebote im Mittelpunkt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Kooperatives Lernen

Kooperatives Lernen bezeichnet strukturierte Lehr- und Lernarrangements, bei denen Kinder wechselseitig an gemeinsamen Aufgaben arbeiten und dadurch soziale sowie sprachliche Interaktionen systematisch anregen. Diese kooperative Problemlösung fördert gezielt kommunikative Kompetenzen, den Wortschatzgebrauch sowie die diskursive Auseinandersetzung im frühpädagogischen Alltag.

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Korrektives Feedback

Zugewandte Rückmeldung, in der eine kindliche Äußerung im Gespräch beiläufig in einer passenden Zielform aufgegriffen wird.

L

28 Begriffe

LAD (Language Acquisition Device)

Ein von Noam Chomsky postuliertes angeborenes kognitives Modul, das es Kindern ermöglicht, aus dem Sprachangebot ihrer Umgebung unbewusst die grammatischen Regeln ihrer Muttersprache abzuleiten. Es bildet die Grundlage der nativistischen Spracherwerbstheorie.

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Lallphase

Die Lallphase ist eine Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr, in der Kinder Laute und Lautketten produzieren. Man unterscheidet dabei zeitlich aufeinanderfolgende Abschnitte wie die erste und die zweite Lallphase.

Lautabbau

Der Lautabbau bezeichnet die schrittweise Reduktion des anfänglich breiten Lautrepertoires eines Säuglings auf die Laute der gehörten Umgebungssprache. Laute, die in der Umgebungssprache fehlen, werden seltener und verschwinden schließlich.

Lautdiskrimination

Lautdiskrimination bezeichnet die Fähigkeit, akustisch verschiedene Sprachlaute voneinander zu unterscheiden. Sie ist eine zentrale Teilfähigkeit der phonologischen Bewusstheit und eine Vorläuferkompetenz für die Laut-Buchstaben-Zuordnung und den Schriftspracherwerb.

Lautierung

Die Lautierung bezeichnet die Umsetzung von Buchstaben in ihre entsprechenden Laute (Phoneme) anstelle ihrer Buchstabennamen. Dies ist ein wichtiger Schritt im Schriftspracherwerb, um die Laut-Schrift-Beziehung zu verstehen.

Lautimitation

Lautimitation bezeichnet in der frühkindlichen Sprachentwicklung das bewusste Nachahmen gehörter Laute oder Klangfolgen mit den eigenen Stimmorganen. Diese Fähigkeit setzt voraus, dass das Kind seine Lautproduktion auditiv wahrnimmt, mit dem Gehörten vergleicht und schrittweise anpasst.

Lautsynthese

Die Lautsynthese ist die Fähigkeit, einzelne gehörte Laute zu einem vollständigen Wort zusammenzuziehen. Sie ist ein Teilbereich der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinn und eine wichtige Voraussetzung für den Schriftspracherwerb.

Lerntagebuch

Ein Lerntagebuch ist ein kontinuierliches Dokumentationsinstrument zur Veranschaulichung kindlicher Lernwege, in dem Entdeckungen, Erlebnisse und sprachliche Fortschritte festgehalten werden. Pädagogische Fachkräfte nutzen diese Aufzeichnungen als wertvolle Gesprächsgrundlage, um alltagsintegrierte Sprachbildung gezielt anzuregen und die kindliche Ausdrucksfähigkeit zu vertiefen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Linguistik

Wissenschaft, die sich mit Sprache und ihren Strukturen beschäftigt.

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LiSKit

LiSKit (Literacy und Sprache in Kindertageseinrichtungen) ist ein Reflexions- und Beobachtungsinstrument für pädagogische Fachkräfte. Es dient der Selbstevaluation und der strukturierten Beobachtung des eigenen pädagogischen Handelns im Bereich der sprachlichen Bildung bei Kindern von drei bis sechs Jahren.

Lispeln (Sigmatismus)

Phonetische Störung, bei der die S-Laute falsch gebildet werden, oft durch Zungenposition an oder zwischen den Zähnen.

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Literacy-Ereignis

Ein Literacy-Ereignis bezeichnet eine konkrete Situation, in der Schrift-, Druck- or digitale Medien eine zentrale Rolle spielen und Menschen aktiv in Handlungen rund um geschriebene Sprache eingebunden sind. Im Kita-Alltag fördert die gemeinsame Auseinandersetzung mit Texten die frühe kindliche Schriftsprachaneignung nachhaltig.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

M

27 Begriffe

Mehrsprachigkeit

Die Fähigkeit einer Person, mehr als eine Sprache zu verwenden (sprechen und/oder verstehen); im weiteren Sinn auch das Nebeneinander und der Gebrauch mehrerer Sprachen in Familie, Einrichtung oder Gesellschaft – unabhängig davon, wie und wann die Sprachen erworben wurden.

Mehrwortsatz

Kindliche Äußerung aus mehreren Wörtern im Übergang zu komplexeren grammatischen Satzstrukturen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Mentale Repräsentation

Innere kognitive Abbildung von Objekten, Ereignissen oder Konzepten im Gedächtnis. Sie ermöglicht Denken über Inhalte außerhalb der aktuellen Wahrnehmung und bildet eine Grundlage für Symbolspiel und Spracherwerb.

Modalverb

Modalverben drücken aus, wie eine Person zu einer möglichen Handlung steht, etwa ob sie etwas kann, darf, soll, muss, mag oder will. Sie ergänzen häufig ein weiteres Verb und machen dadurch Wunsch, Absicht, Möglichkeit, Notwendigkeit oder Ablehnung sprachlich sichtbar.

Modellierungstechnik

Sprachbildendes Vorgehen, bei dem Fachkräfte kindliche Äußerungen im laufenden Gespräch aufgreifen und passende sprachliche Formen anbieten. Dazu gehören beispielsweise die verbesserte Wiederholung, die Expansion und die Extension.

Monolingualer Habitus

Der monolinguale Habitus beschreibt ein institutionelles Selbstverständnis, das Einsprachigkeit als Norm und Mehrsprachigkeit als Abweichung oder Defizit bewertet. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung prägt diese Haltung unbewusst pädagogische Interaktionen und erschwert eine wertschätzende Begleitung mehrsprachiger Kinder.

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Motherese

Einfache Sprache, die Erwachsene mit Babys und Kleinkindern sprechen.

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Multimodale Sprachwahrnehmung

Die simultane Wahrnehmung und sinnesübergreifende Integration von sprachlichen Signalen, vor allem auditiver und visueller Informationen. Diese Integration liefert Kindern zusätzliche Hinweise, die den Spracherwerb unterstützen.

N

15 Begriffe

Nacherzählen

Das Nacherzählen bezeichnet den sprachlichen Prozess der eigenständigen Wiedergabe gehörter oder erlebter Handlungsabläufe durch Kinder. Diese narrative Aktivität verknüpft rezeptives Sprachverständnis mit aktiver Sprachproduktion und fördert gezielt Wortschatzaufbau, Grammatik sowie kohärentes Erzählen im frühpädagogischen Alltag.

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Nacherzählung

Eine Nacherzählung bezeichnet das resultierende mündliche oder schriftliche Sprachprodukt, in dem Kinder ein zuvor gehörtes oder erlebtes Geschehen strukturiert wiedergeben. Im frühpädagogischen Alltag dient dieses Format der Überprüfung und Vertiefung narrativer Kompetenzen sowie der gezielten Verknüpfung von Ereignisabläufen.

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Nachhallzeit

Die Nachhallzeit ist ein akustisches Maß, das angibt, wie lange ein Schallereignis in einem Raum hörbar bleibt, nachdem die Schallquelle verstummt ist. Eine lange Nachhallzeit führt zu einer Überlagerung von Geräuschen und erschwert das Sprachverstehen.

Neologismus

Ein Neologismus bezeichnet eine neu gebildete oder aus einer anderen Sprache übernommene Wortschöpfung, die sich im Zuge gesellschaftlicher oder technologischer Veränderungen dauerhaft im Sprachgebrauch etabliert. Im Rahmen der kindlichen Sprachentwicklung spiegeln kindliche Wortneuschöpfungen oft kreative Wortbildungsstrategien wider und verdeutlichen das aktive Erschließen grammatischer und semantischer Strukturen.

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O

11 Begriffe

Offene Frage

Eine offene Frage ist ein sprachdidaktisches Impulsmittel, das durch W-Fragen wie wer, was oder warum keine geschlossenen Antwortoptionen zulässt und Kinder zu ausführlichen Äußerungen anregt. Dadurch fördert sie gezielt den aktiven Wortschatz sowie die kommunikative und grammatische Entwicklung im pädagogischen Alltag.

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Offene W-Frage

Offene W-Fragen sind durch interrogative Pronomen eingeleitete Gesprächsimpulse, die keine geschlossenen Ja-Nein-Antworten zulassen, sondern elaborierte Sprachäußerungen herausfordern. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützen sie den kindlichen Wortschatzerwerb, vertiefen grammatikalische Strukturen und strukturieren den sprachlichen Dialog zwischen Fachkraft und Kind.

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Offener Biss

Zahnfehlstellung, bei der beim Zusammenbeißen eine Lücke zwischen den oberen und unteren Zähnen bleibt. Er kann durch myofunktionelle Störungen wie eine falsche Zungenruhelage begünstigt werden.

Onset

Der Teil einer Silbe, der dem Silbenkern (Nucleus) vorausgeht und aus einem oder mehreren Konsonanten besteht. Die Wahrnehmung und Bildung von Onsets ist ein wichtiger Aspekt der phonologischen Bewusstheit.

P

51 Begriffe

pädagogische Diagnostik

Pädagogische Diagnostik ist der systematische, fachlich geleitete Prozess der Erfassung und Einschätzung von sprachlichen Kompetenzen und Förderbedarfen von Kindern im Bildungs- und Betreuungskontext. Sie umfasst strukturierte Beobachtungen, standardisierte Verfahren und die Auswertung dokumentierter Entwicklungsdaten, um begründete Entscheidungen für zielgerichtete sprachförderliche Maßnahmen zu treffen. Sie ist von informeller pädagogischer Beobachtung (alltagsintegrierte, fortlaufende Wahrnehmung) und von medizinischen Diagnosen (klinische Abklärung durch medizinische Fachkräfte) zu unterscheiden.

Paraphrasieren

Beim Paraphrasieren greift die pädagogische Fachkraft die Äußerung des Kindes auf und formuliert diese inhaltlich gleichwertig, aber grammatikalisch korrekter oder lexikalisch reichhaltiger zurück. Diese sprachdidaktische Technik unterstützt den kindlichen Spracherwerb, indem sie sprachliche Muster fehlerfrei anbietet und das Verstehen sowie die Wortschatzbildung alltagsintegriert fördert.

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Partizipation

Partizipation bezeichnet die aktive Einbindung von Kindern in Entscheidungsprozesse, die ihren Kita-Alltag betreffen, wodurch Selbstwirksamkeit und demokratisches Handeln gefördert werden. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung eröffnet die Mitbestimmung bedeutsame Sprechanlässe, da Kinder ihre Wünsche, Meinungen und Argumente verbal ausdrücken und aushandeln.

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Passiv

Satzform, in der die Handlung oder das Geschehen im Mittelpunkt steht und nicht der Träger der Handlung (das Subjekt), etwa: „Der Hund wird gebadet.“

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Perlokution

Die durch eine sprachliche Äußerung erzielte tatsächliche Wirkung bei den Hörenden, wie beispielsweise Überzeugung, Einschüchterung oder Ermutigung. Sie ist neben Äußerungsakt und Illokution ein Teil des Sprechakts.

Phasenmodell

Modell, das Entwicklung oder Lernen in aufeinander bezogenen Abschnitten beschreibt.

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Phonetische Auffälligkeit

Auffälligkeit der Lautbildung; sie beschreibt zunächst nicht automatisch eine Störung.

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Phonologische Bewusstheit

Fähigkeit, die Lautstruktur von Wörtern wahrzunehmen und über Laute, Silben oder Reime nachzudenken.

Phonologische Störung

Auffälligkeit der Lautverwendung, die fachlich abgeklärt wird, wenn Prozesse nicht mehr zum Entwicklungsverlauf passen oder stark ausgeprägt sind.

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Phonologisches Arbeitsgedächtnis

Teil des Gedächtnisses, der für die kurzzeitige Speicherung und Verarbeitung von sprachlichen Informationen (wie Lautfolgen oder Wörtern) zuständig ist. Es spielt eine wichtige Rolle beim Spracherwerb und beim Erlernen neuer Wörter.

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Positive Suggestion

Positive Suggestionen sind kurze, ressourcenorientierte Formulierungen in der Gesprächsführung, die die Fähigkeit oder Lösungskompetenz der angesprochenen Person als selbstverständlich voraussetzen. Sie signalisieren Wertschätzung, senken Abwehr und laden zur konkreten Vorstellung und zum Ausprobieren von Handlungsalternativen ein.

Prädikat

Zentrales Satzglied, das die Handlung, den Vorgang oder den Zustand im Satz ausdrückt und vom Verb gebildet wird. Es bestimmt die Struktur des Satzes und verlangt häufig weitere Satzglieder (Ergänzungen).

Präpositionen

Präpositionen sind grammatikalische Funktionswörter, die das Verhältnis zwischen verschiedenen Satzteilen, insbesondere räumliche, temporale oder kausale Beziehungen, präzise bestimmen. Im Rahmen der sprachlichen Bildung unterstützen sie Kinder dabei, räumliche und logische Relationen im Kita-Alltag differenziert auszudrücken und sprachlich zu strukturieren.

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Präverbale Phase

Entwicklungsabschnitt vor dem Gebrauch erster Wörter, in dem Kinder über Blick, Mimik, Gesten, Lautäußerungen und gemeinsames Handeln kommunizieren. Die Phase hat keine starre Altersgrenze und geht fließend in den frühen Wortgebrauch über.

Primärsymptom

Primärsymptome bezeichnen in der Diagnostik von Redeflussstörungen die direkten, sicht- oder hörbaren Kernmerkmale des Stotterns, wie unfreiwillige Wiederholungen, Dehnungen oder Blockierungen von Lauten. Sie grenzen sich von funktionellen Unflüssigkeiten ab.

Print Awareness

Print Awareness bezeichnet das Bewusstsein von Kindern für gedruckte Sprache und deren funktionale Eigenschaften im Alltag. Diese wichtige Vorläuferfertigkeit des Schriftspracherwerbs umfasst das Verständnis, dass Schriftzeichen Bedeutung transportieren und Bücher eine bestimmte Leserichtung aufweisen.

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Propriozeption

Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Lage im Raum und der Spannung von Muskeln und Gelenken (Tiefensensibilität). Sie ist eine wichtige Grundlage für die taktil-kinästhetische Wahrnehmung bei der Lautbildung.

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Prosodische Verarbeitung

Die Fähigkeit, lautliche Muster wie Betonung, Sprechrhythmus und Intonation wahrzunehmen und kognitiv zu verarbeiten. Sie bildet eine frühe Grundlage für das spätere Wortverstehen.

Protodeklaratives Zeigen

Eine frühe kommunikative Geste, bei der ein Kind auf ein Objekt zeigt, um die Aufmerksamkeit einer anderen Person darauf zu lenken und eine gemeinsame Erfahrung zu teilen.

Psychologische Autonomieorientierung

Psychologische Autonomieorientierung ist ein kulturelles Erziehungsmodell, das die eigenständige Entscheidungsfindung, Unabhängigkeit und individuelle Entwicklung des Kindes in den Vordergrund stellt. Sie bildet einen Gegenpol zu Modellen, die hierarchische Verbundenheit und Gemeinschaft betonen.

Psychomotorische Sprachförderung

Die psychomotorische Sprachförderung verknüpft sensomotorische Erfahrungen und körperliche Bewegung gezielt mit sprachlichen Lernprozessen. Durch handlungsorientierte Angebote regt sie die kindliche Ausdrucksfähigkeit an, erweitert den Wortschatz und unterstützt die ganzheitliche Sprachentwicklung im frühpädagogischen Alltag.

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Q

1 Begriffe

R

30 Begriffe

Räumliches Hören

Räumliches Hören bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Gehörs, Schallquellen nach Richtung und Entfernung im Raum zu lokalisieren. Diese auditive Wahrnehmungsfähigkeit unterstützt die kindliche Orientierung und bildet eine wichtige akustische Grundlage für die Sprachverarbeitung sowie das Verstehen von Sprache in lauten Umgebungen.

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Referenz

In der Sprachwissenschaft die Beziehung zwischen einem sprachlichen Ausdruck (z. B. einem Wort) und dem außersprachlichen Gegenstand oder Sachverhalt, auf den er sich bezieht.

Reimfähigkeit

Die Reimfähigkeit bezeichnet die phonologische Fähigkeit von Kindern, den Gleichklang von Wortenden in gesprochener Sprache zu erkennen und selbstständig zu produzieren. Diese basale Teilleistung der phonologischen Bewusstheit unterstützt maßgeblich den Schriftspracherwerb sowie die phonematische Differenzierung im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Rekursivität

Rekursivität ist ein Prinzip der menschlichen Sprache, bei dem eine grammatische Regel auf ihr eigenes Ergebnis erneut angewendet werden kann, wodurch theoretisch unendlich lange und komplexe Schachtelsätze entstehen. Für die Sprachentwicklung bedeutet dies, dass aus einem begrenzten Vorrat an Wörtern und Regeln unbegrenzt viele neue Äußerungen gebildet werden können.

Response

Die Response ist die zeitnahe, zugewandte und inhaltlich passende Antwort auf ein Signal oder einen Beitrag des Kindes.

Responsestrategie

Eine Responsestrategie bezeichnet ein theoriegeleitetes Vorgehen, mit dem kindliche Äußerungen sprachlich aufgegriffen und erweitert werden. Dazu zählen beispielsweise korrektives Feedback und Sprachmodellierung.

Responsive Begleitung

Responsive Begleitung bezeichnet eine feinfühlige und kindzentrierte Interaktionshaltung pädagogischer Fachkräfte, bei der kindliche Signale und Äußerungen unmittelbar aufgegriffen und sprachlich erweitert werden. Durch diese unterstützenden Reaktionen erfahren Kinder eine verlässliche Resonanz, wodurch kommunikative Kompetenzen und der alltagsintegrierte Spracherwerb nachhaltig gestärkt werden.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Responsivität

Fähigkeit und Bereitschaft einer Bezugsperson, Signale, Interessen und Kommunikationsversuche eines Kindes wahrzunehmen, zutreffend zu deuten und zeitnah sowie angemessen darauf zu antworten. Responsivität heißt nicht, jede Initiative sofort zu erfüllen, sondern den Beitrag für das Kind erkennbar aufzugreifen.

Ressourcenorientierte Fragen

Fragen, die die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Gesprächspartners in den Mittelpunkt stellen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Rezeptiv-expressive Schere

Die rezeptiv-expressive Schere beschreibt das Phänomen in der Sprachentwicklung, dass Kinder deutlich mehr Sprache verstehen (rezeptiv), als sie selbst produzieren können (expressiv). Dies ist ein normaler Entwicklungsschritt.

Rezeptive Kompetenz

Rezeptive Kompetenz (auch Sprachverständnis) bezeichnet die Fähigkeit, gesprochene oder geschriebene Sprache aufzunehmen, zu verarbeiten und zu verstehen. Sie entwickelt sich in der Regel vor der produktiven Kompetenz (dem aktiven Sprechen) und bildet die Grundlage für den weiteren Spracherwerb.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Rezeptive Mehrsprachigkeit

Unter rezeptiver Mehrsprachigkeit versteht man die Fähigkeit von Kindern, verschiedene Sprachen zu verstehen, auch wenn sie diese selbst nicht aktiv sprechen. Diese sprachliche Kompetenz bildet eine wichtige Grundlage, um im mehrsprachigen Kita-Alltag Kommunikationsprozesse sicher nachzuvollziehen und gegenseitiges Verstehen zu fördern.

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Richtungshören

Fähigkeit, die Richtung einer Schallquelle im Raum zu erkennen.

S

111 Begriffe

Satzanfangsimpuls

Ein Satzanfangsimpuls ist eine sprachpädagogische Intervention, bei welcher der Beginn einer Äußerung strukturell vorgegeben wird, um den kindlichen Spracherwerb anzuregen, grammatikalische Strukturen zu festigen und den kommunikativen Erzählfluss im pädagogischen Alltag aktiv zu erleichtern.

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Schriftkultur

Schriftkultur bezeichnet die Gesamtheit schriftsprachlicher Formen, Praktiken und Traditionen innerhalb einer Kultur. Im pädagogischen Kontext meint der Begriff auch einen Alltag, in dem Schrift sichtbar verwendet wird und Kinder erleben, wozu Lesen und Schreiben dienen.

Schriftspracherwerb

Entwicklungsprozess, in dem Kinder die Fähigkeit erwerben, geschriebene Sprache zu verstehen und selbst zu produzieren. Er beginnt bereits vor dem formalen Lesen- und Schreibenlernen mit frühen Erfahrungen rund um Schrift und Lautstruktur.

sekundäre Sprachentwicklungsverzögerung

Verzögerte Sprachentwicklung als Folge einer anderen Beeinträchtigung oder eines anderen Störungsbilds, beispielsweise einer Hörstörung oder neurologischen Erkrankung.

Selbstmonitoring

Selbstmonitoring bezeichnet im sprachlichen Kontext die bewusste Eigenwahrnehmung und Überwachung des eigenen Sprechvorgangs. Bei Redeflussstörungen wie Stottern kann ein erhöhtes Selbstmonitoring zu Sprechangst und Vermeidungsverhalten führen.

Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit bezeichnet die Erwartung bzw. Überzeugung, aufgrund eigener Kompetenzen durch das eigene Handeln gewünschte Wirkungen zu erzielen und erforderliche Handlungen erfolgreich ausführen zu können.

Self Talk

Self Talk bezeichnet eine sprachliche Begleitung des eigenen Handelns durch erwachsene Bezugspersonen, bei der Handlungen und Handlungsabläufe parallel verbalisiert werden. Diese Methode bietet Kindern ein kontinuierliches, strukturiertes Sprachvorbild und unterstützt den Aufbau des aktiven Wortschatzes im Alltag.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sensitives Responsivverhalten

Sensitives Responsivverhalten bezeichnet die feinfühlige, zeitnahe und adäquate Beantwortung kindlicher Signale, wodurch eine sichere interaktive Basis entsteht. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung fördert dieses responsive Verhalten die kommunikativen Kompetenzen, indem Äußerungen sprachlich erweitert und fehlerfrei modelliert werden.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sicherheitsfaktor

Bedingung, die einem Kind emotionale und kommunikative Sicherheit vermittelt. Im Kita-Alltag können dazu verlässliche Beziehungen, vorhersehbare Abläufe, eine zugewandte Mimik und die Erfahrung gehören, mit eigenen Beiträgen ernst genommen zu werden.

Silbengliederung

Die Fähigkeit, ein Wort in seine lautlichen Silben-Einheiten zu zerlegen (z. B. »To-ma-te« → drei Silben). Sie ist eine Teilfähigkeit der phonologischen Bewusstheit, die Kindern hilft, rhythmische und klangliche Muster der Sprache zu erkennen und als Vorläufer des Schriftspracherwerbs zu dienen.

SMART-Methode

Die SMART-Methode hilft, Ziele so zu formulieren, dass ihre Umsetzung überprüfbar wird. Ziele sollen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein: Sie beschreiben konkret, was erreicht werden soll, woran der Erfolg erkennbar ist, warum das Ziel sinnvoll ist, ob es erreichbar ist und bis wann die Umsetzung erfolgen soll.

Sonoritätsprinzip

Klangfülle oder Schallfülle eines Sprachlauts. Vokale haben die höchste Sonorität, während stimmlose Konsonanten eine geringere Sonorität aufweisen. Die Sonorität spielt eine Rolle bei der Silbenstruktur und der Wahrnehmbarkeit von Lauten.

Sozialraumvernetzung

Sozialraumvernetzung bezeichnet die systematische Kooperation zwischen Kindertagesstätten und regionalen Institutionen, Vereinen sowie Akteuren, um Ressourcen zu bündeln und Bildungschancen zu verbessern. Durch diese Öffnung des Sozialraums entstehen vielfältige sprachliche Anregungen außerhalb der Einrichtung, die Sprachbildungsprozesse alltagsintegriert unterstützen und soziale Barrieren abbauen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachbiografie

Die Sprachbiografie umfasst die individuelle sprachliche Entwicklung eines Menschen sowie alle prägenden Erfahrungen mit den verschiedenen Sprachen seines Lebens. Im frühpädagogischen Kontext bildet sie die wesentliche Grundlage, um die individuelle mehrsprachige Realität der Kinder im alltagsintegrierten Spracherwerb sensibel zu berücksichtigen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachförderliche Raumgestaltung

Eine sprachförderliche Raumgestaltung strukturiert die physische Umgebung von Kindertagesstätten gezielt so, dass funktionale Lernbereiche und anregende Materialien den kommunikativen Austausch von Kindern unterstützen. Diese bewusste räumliche Organisation fördert die alltagsintegrierte Sprachentwicklung im Elementarbereich nachhaltig.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachfunktion

Die Sprachfunktion beschreibt den kommunikativen Zweck oder die Absicht einer sprachlichen Äußerung, wie etwa das Ausdrücken von Gefühlen, das Einfordern von Handlungen oder den Aufbau sozialer Beziehungen. Sie bildet neben der formalen Struktur einen zentralen Aspekt der Sprache.

Sprachliche Dominanz

Sprachliche Dominanz bezeichnet das stärkere Ausprägen und die bevorzugte Nutzung einer bestimmten Sprache im mehrsprachigen Kontext, wenn eine Sprache gegenüber anderen im individuellen Repertoire funktional überlegen ist. Für die alltagsintegrierte Sprachbildung in der Kindertagesstätte bedeutet dies, die dominierende Erstsprache oder Zweitsprache als stabile Brücke und sichere Basis für den sukzessiven Aufbau weiterer sprachlicher Kompetenzen zu nutzen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

sprachliche Initiative

Die sprachliche Initiative bezeichnet das aktive Einbringen von sprachlichen Beiträgen durch Kinder, bei denen sie versuchen, sich in Gesprächen zu äußern, eigene Wünsche oder Gedanken auszudrücken. Das Aufgreifen und Bestärken dieser Initiativen durch pädagogische Fachkräfte unterstützt die Sprachentwicklung und das Erleben von Selbstwirksamkeit.

Sprachliche Selbstwirksamkeit

Sprachliche Selbstwirksamkeit bezeichnet die persönliche Überzeugung von Kindern, eigene kommunikative Handlungen erfolgreich und zielgerichtet auszuführen. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung stärken pädagogische Fachkräfte dieses Vertrauen durch wertschätzende Rückmeldungen und sprachliche Ermutigung, wodurch Kinder motiviert werden, sich aktiv an sprachlichen Interaktionen zu beteiligen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachliche Teilhabe

Sprachliche Teilhabe bezeichnet das chancengleiche und aktive Miteinander aller Kinder in sozialen und pädagogischen Interaktionen durch uneingeschränkte sprachliche Handlungsfähigkeit. Sie bildet eine fundamentale Voraussetzung für gelingende alltagsintegrierte Sprachbildung, da erst durch den gleichberechtigten Zugang zu sprachlichen Äußerungen gesellschaftliche und institutionelle Inklusion realisiert wird.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachliche Trennungsfähigkeit

Fähigkeit, mehrere Sprachen klar voneinander zu unterscheiden und getrennt zu verwenden.

Sprachmischung

Verwendung von Elementen aus verschiedenen Sprachen innerhalb eines Satzes oder Gesprächs.

Sprachmittlung

Sprachmittlung bezeichnet die sinngemäße Übertragung von Inhalten zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen, um mehrsprachigen Kindern eine aktive Teilhabe zu ermöglichen. Dabei unterstützen pädagogische Fachkräfte den Kommunikationsprozess, indem sie Bedeutungsinhalte barrierefrei zugänglich machen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachmodell

Sprachliches Angebot, an dem ein Kind Formulierungen, Wortschatz, Satzbau und Gesprächsweisen beobachten und erproben kann. Fachkräfte sind besonders dann ein hilfreiches Sprachmodell, wenn sie verständlich, situationsbezogen und dem Kind zugewandt sprechen, ohne jede Äußerung belehrend zu korrigieren.

Sprachmodellierung

Sprachbildende Vorgehensweise, bei der Fachkräfte kindliche Äußerungen oder Situationen sprachlich aufgreifen und ein passendes, leicht erweitertes sprachliches Modell anbieten. Das Modell soll für das Kind anschlussfähig bleiben und den Gesprächsfluss nicht unterbrechen; dazu gehören zum Beispiel die verbesserte und die erweiterte Wiederholung.

Sprachprofil

Ein Sprachprofil ist die systematische Zusammenfassung und grafische oder textliche Darstellung der beobachteten sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes. Es dient im Rahmen von Beobachtungsverfahren wie BaSiK dazu, Stärken und Entwicklungsbedarfe sichtbar zu machen und pädagogische Handlungsschritte abzuleiten.

Sprachreflexivität

Die Fähigkeit, Sprache und Sprachgebrauch bewusst zum Gegenstand des Nachdenkens zu machen und sprachliche Strukturen zu analysieren.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachstandsfeststellung

Die Sprachstandsfeststellung bezeichnet die systematische Erfassung und Dokumentation der individuellen sprachlichen Kompetenzen von Kindern im Elementarbereich. Sie dient als fachliche Grundlage, um sprachliche Entwicklungsprozesse zu beobachten, gezielte alltagsintegrierte Fördermaßnahmen abzuleiten und den individuellen Sprachförderbedarf pädagogisch fundiert zu bestimmen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachtransfer

Der Sprachtransfer bezeichnet die kognitive Übertragung von sprachlichem Wissen, Strukturen oder Mustern aus der Erstsprache auf eine neu erworbene Zielsprache. Im frühpädagogischen Alltag unterstützt dieses Phänomen mehrsprachige Kinder dabei, bereits vertraute sprachliche Konzepte gezielt für den Aufbau neuer Ausdrucksformen und Kommunikationsstrukturen zu nutzen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprachumgebung

Die Sprachumgebung umfasst die Gesamtheit der sprachlichen Äußerungen und Kommunikationsangebote, die Kinder in ihrer sozialen und materiellen Lebenswelt umgeben. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung bildet eine sprachlich anregende Umgebung die Basis für den kontinuierlichen Erwerb und Ausbau des kindlichen Wortschatzes sowie der grammatikalischen Kompetenzen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Sprechatmung

Sprechatmung bezeichnet die physiologische Regulation der Atmung beim Sprechen, bei der die verlängerte Ausatmungsphase gezielt an die Phonation angepasst wird. Im elementarpädagogischen Kontext bildet sie die wesentliche körperliche Grundlage für eine deutliche Artikulation, eine stabile Stimmgebung sowie einen gleichmäßigen Sprechfluss.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Stammkonstanz

Das orthografische Prinzip, nach dem der Wortstamm in verschiedenen Wortformen und Ableitungen möglichst gleich geschrieben wird. So wird beispielsweise „Rad“ mit „d“ geschrieben, weil es in der Mehrzahl „Räder“ heißt.

Still-Face-Experiment

Das Still-Face-Experiment ist eine Untersuchungssituation, in der eine Bezugsperson nach einer üblichen zugewandten Interaktion vorübergehend mit unbewegtem Gesicht und ohne responsiven Kontakt bleibt. Säuglinge reagieren darauf häufig irritiert und versuchen, die Interaktion wiederherzustellen; das Experiment verdeutlicht die Bedeutung wechselseitiger Responsivität.

Stimmgebung

Die Stimmgebung bezeichnet die physiologische Erzeugung von Tönen durch die Schwingung der Stimmlippen im Kehlkopf während der Ausatmung. Im frühpädagogischen Kontext bildet sie die klangliche Grundlage der verbalen Kommunikation, beeinflusst die auditive Wahrnehmung von Kindern und unterstützt den Aufbau differenzierter Ausdrucksformen in der alltagsintegrierten Sprachbildung.

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stimmhafte Konsonanten

Konsonanten, bei deren Artikulation die Stimmlippen vibrieren (z. B. /b/, /d/, /g/ im Deutschen). Phonetisch können sie in bestimmten Positionen, etwa am Silben- oder Wortende, stimmlos realisiert werden (Auslautverhärtung).

Stimmmodulation

Unter Stimmmodulation versteht man die bewusste Variation von Tonhöhe, Lautstärke und Sprechtempo während des sprachlichen Ausdrucks. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt eine abwechslungsreiche Stimmführung die kindliche auditive Wahrnehmung, erleichtert das Verstehen emotionaler Botschaften und fördert die sprachliche Aufmerksamkeit.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Stimmresonanz

Stimmresonanz bezeichnet das Mitschwingen der Stimme in den Körperhohlräumen, wodurch Lautstärke und Klangfarbe ohne unnötige Kraftanstrengung optimiert werden. Im pädagogischen Alltag unterstützt eine bewusste Stimmresonanz pädagogische Fachkräfte dabei, durch eine tragfähige und klare Sprechstimme eine entspannte akustische Lernumgebung für Kinder zu gestalten.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Symbolspiel

Spielform, bei der ein Gegenstand oder eine Handlung stellvertretend für etwas anderes steht. Das Symbolspiel zeigt die kognitive Fähigkeit zur symbolischen Repräsentation, die auch eine wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb ist.

Synonyme

Synonyme sind begriffliche Entsprechungen mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung, die im kindlichen Spracherwerb und der alltagsintegrierten Sprachbildung den rezeptiven Wortschatz erweitern. Durch den gezielten Einsatz bedeutungsgleicher Wörter im pädagogischen Alltag erkennen Kinder semantische Nuancen und differenzieren ihren aktiven Ausdruck präzise.

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T

22 Begriffe

T-Wert

Ein statistisches Maß, das in standardisierten Test- und Beobachtungsverfahren verwendet wird, um individuelle Ergebnisse mit einer Normstichprobe zu vergleichen. Er ermöglicht es, den Entwicklungsstand eines Kindes in Relation zu Gleichaltrigen einzuordnen.

Textlinguistische Kompetenz

Textlinguistische Kompetenz ist die Fähigkeit, zusammenhängende Texte situationsgerecht zu verstehen und zu produzieren; sie umfasst Textorganisation (z. B. logische Abfolge und Struktur), Kohärenz und Kohäsion sowie die Anpassung an Textsorte und kommunikatives Ziel.

Tiefenstruktur

Die Tiefenstruktur bezeichnet in der Textlinguistik den inhaltlichen und logischen Zusammenhang (Kohärenz) eines Textes oder einer Erzählung. Sie bildet den 'roten Faden', der durch das Weltwissen der Zuhörenden erschlossen wird, im Gegensatz zur formalen Oberflächenstruktur.

Tischgespräch

Das Tischgespräch bezeichnet eine strukturierte oder informelle verbale Interaktion während gemeinsamer Mahlzeiten in der Kindertagesstätte, die durch den situativen Kontext des Essens und Trinkens geprägt ist. Dabei bietet der soziale Rahmen vielfältige Anlässe, um den kommunikativen Austausch anzuregen, den aktiven Wortschatz zu erweitern und dialogische Kompetenzen alltagsintegriert zu fördern.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Transfererscheinung

Einfluss einer Sprache auf eine andere beim mehrsprachigen Sprechen. Dabei können zum Beispiel Satzmuster, Wörter oder Laute aus einer Sprache in die andere übernommen werden. Dies ist ein normaler Teil mehrsprachiger Entwicklung und nicht automatisch ein Fehler.

Transitionsbewältigung

Transitionsbewältigung bezeichnet die erfolgreiche emotionale und kognitive Bewältigung von Übergängen im Kindesalter, insbesondere den Eintritt in die Kindertagesstätte oder den Wechsel in die Schule. Eine sprachsensible Begleitung dieser Phasen unterstützt Kinder dabei, neue soziale Rollen aktiv einzunehmen und ihre Bedürfnisse verbal auszudrücken.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Transkript

Ein Transkript bezeichnet die genaue textliche Fixierung mündlicher Interaktionen und Gespräche. Als empirische Datengrundlage ermöglicht diese schriftliche Dokumentation die fundierte fachliche Analyse sprachlicher Bildungsprozesse und kindlicher Kommunikationsstrategien im pädagogischen Alltag.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Translanguaging

Translanguaging bezeichnet die flexible und bewusste Nutzung des gesamten sprachlichen Repertoires mehrsprachiger Kinder, um Lernprozesse und Kommunikation aktiv zu unterstützen. Im pädagogischen Alltag stärkt dieser Ansatz die sprachliche Identität sowie das Verstehen komplexer Inhalte durch den gleichberechtigten Einbezug aller Erst- und Zweitsprachen.

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Triade

Beziehungsstruktur aus drei miteinander verbundenen Beteiligten oder Bezugspunkten. In der frühen Kommunikation meint sie häufig das Zusammenspiel von Kind, Bezugsperson und Gegenstand oder Ereignis; der Blick und die Aufmerksamkeit können dabei zwischen allen drei Polen wechseln. Vgl. Triangulärer Blickkontakt.

U

6 Begriffe

Übergangsportfolio

Ein Übergangsportfolio bündelt systematisch Dokumente zur kindlichen Entwicklung und zum Lernen, wodurch der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule unterstützt wird. Es erfasst insbesondere sprachliche Bildungsverläufe und bietet pädagogischen Fachkräften eine fundierte Grundlage für eine anschlussfähige sprachliche Begleitung des Kindes.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Übergeneralisierung

Anwendung einer bereits erkannten sprachlichen Regel auf einen Fall, für den diese Regel nicht gilt. Ein Kind sagt zum Beispiel „zwei Hunds“, weil es die Pluralbildung mit -s auf ein Wort überträgt, dessen korrekte Form „Hunde“ lautet.

V

20 Begriffe

Verarbeitungszeit

Verarbeitungszeit ist die Zeit, die ein Kind benötigt, um einen sprachlichen Eindruck aufzunehmen, mit Vorwissen zu verbinden und eine eigene Reaktion zu planen. Sie variiert je nach Alter, Situation, Komplexität der Äußerung und individueller Erfahrung. Bewusstes Warten nach einer Frage oder einem Impuls kann Kindern den Raum geben, ihre Gedanken und Worte zu ordnen.

Verbundenheitsorientierung

Idealtypisches kulturelles Orientierungsmodell, das soziale Eingebundenheit, familiäre Verantwortung und Respekt gegenüber Älteren hervorhebt. Es dient der Beschreibung möglicher Orientierungsmuster in Familien und kulturellen Kontexten.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Verlaufsbeobachtung

Eine Beobachtung, die Entwicklungen über mehrere Situationen und einen vereinbarten Zeitraum hinweg beschreibt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Vokalviereck

Phonetisches Schema, das die Position der Zunge im Mundraum bei der Bildung verschiedener Vokale zweidimensional abbildet. Es veranschaulicht, wie die Zungenlage die klangliche Qualität eines Vokals bestimmt.

Vorhersagen

Vorhersagen bezeichnen den kognitiven Prozess, bei dem Kinder während des Vorlesens oder Erzählens auf Basis von Kontexthinweisen und Vorwissen Vermutungen über den weiteren Handlungsverlauf anstellen. Diese sprachkognitive Strategie fördert das aktive Textverständnis und unterstützt den Ausbau narrativer Kompetenzen im frühpädagogischen Alltag.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Vorläuferfertigkeiten

Grundlagen für die Sprachentwicklung und alle darauf aufbauenden Fertigkeiten, die sich bereits im Vorschulalter durch Bewegungs- und Sinneserfahrungen herausbilden. Dazu zählen etwa die Koordination von Auge und Hand oder die Fähigkeit, über das Gehör Rhythmus und Betonungen zu erkennen.

W

15 Begriffe

Wartezeit

Als Wartezeit wird die bewusste zeitliche Spanne zwischen einer gestellten Frage oder einem Redebeitrag durch die pädagogische Fachkraft und der verbalen Reaktion des Kindes bezeichnet. Sie unterstützt die sprachliche und kognitive Verarbeitung, indem sie Kindern ausreichend Raum für die Formulierung eigener Gedanken bietet und dialogische Interaktionen nachhaltig stärkt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Wimmelbilderbuch

Ein Wimmelbilderbuch ist ein detailreiches Bilderbuch ohne durchgehenden Text, das auf großformatigen Doppelseiten zahlreiche parallele Handlungen abbildet und im Kita-Alltag exzellente sprachliche Anregungen für narrative Dialoge sowie den Wortschatzaufbau liefert.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Wortgrenzen

Gedankliche Trennstellen zwischen einzelnen Wörtern in einem fortlaufenden Sprachstrom. Beim Sprechen liegen dort meist keine deutlichen Pausen vor; Kinder müssen deshalb erst lernen, aus Lautfolgen wie „willstdu“ die Wörter „willst“ und „du“ herauszuhören.

Wortschatzarbeit

Unter Wortschatzarbeit wird die gezielte, handlungsorientierte Erschließung und Erweiterung des kindlichen Wortschatzes im elementarpädagogischen Alltag verstanden. Sie erfolgt eingebettet in alltägliche Interaktionen und Spielsituationen, wodurch Kinder neue Begriffe funktional anwenden und ihren aktiven Wortschatz kontinuierlich ausbauen.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.

Z

13 Begriffe

Zwerchfellatmung

Die Zwerchfellatmung bezeichnet eine physiologische Atemtechnik, bei der die Atembewegung primär vom Zwerchfell gesteuert wird und zu einer rhythmischen Vorwölbung der Bauchdecke führt. Eine fundierte Stimmführung durch diese abdominale Atmung begünstigt eine stabile, entspannte sowie klangvolle Sprechstimme, welche die artikulatorische Deutlichkeit bei sprachbildenden Interaktionen mit Kindern stärkt.

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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.