Ein Meilenstein in der Sprachentwicklung, bei dem ein Kind typischerweise im Alter von etwa 24 Monaten einen aktiven Wortschatz von rund 50 Wörtern erreicht. Das Erreichen dieser Marke geht oft mit dem Beginn des Wortschatzspurts einher.
Der Begriff Affordance bezeichnet die Aufforderungsqualität von Gegenständen, Räumen und Materialien, welche die Interaktion und aktive Nutzung durch Kinder in ihrer alltäglichen Umgebung direkt herausfordert. Im Kontext der Sprachbildung bieten materialreiche Spielumgebungen konkrete Handlungsanlässe, die Kinder spontan zu sprachlichen Äußerungen und zum gemeinsamen Austausch anregen.
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Affrikate
Eine Verbindung aus zwei Artikulationsbewegungen, bei der ein Verschlusslaut (Plosiv) unmittelbar in einen Reibelaut (Frikativ) am selben Artikulationsort übergeht, z. B. [pf] oder [ts].
Aktives Zuhören bezeichnet eine interaktive Gesprächstechnik, bei der Fachkräfte die Aussagen von Kindern durch verbale und nonverbale Rückmeldungen spiegeln, um das Verstehen zu signalisieren und den Sprachfluss anzuregen. Durch das paraphrasierende Aufgreifen kindlicher Äußerungen werden sprachliche Lerngelegenheiten geschaffen und der Wortschatz alltagsintegriert erweitert.
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Akustische Dauerberieselung
Andauernde Geräusch- oder Klangkulisse, die konzentriertes Hören und Gespräche erschweren kann.
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Akustische Orientierung
Fähigkeit, Geräusche wahrzunehmen und ihre Quelle oder Richtung im Raum einzuordnen.
Ansatz, bei dem sprachliche Lerngelegenheiten systematisch in den Kita-Alltag eingebettet werden. Sprachanregungen werden in natürlichen Situationen wie dem Morgenkreis, dem Spiel oder beim Wickeln aufgegriffen.
Entwicklungsabschnitt im Schriftspracherwerb, in dem Kinder erkennen, dass Buchstaben für bestimmte Laute stehen. In dieser Phase schreiben sie häufig lautgetreu, also so, wie sie die Wörter hören.
Systematische Erhebung von Informationen zur Vorgeschichte, Entwicklung und aktuellen Lebenssituation einer Person. In der medizinischen oder therapeutischen Diagnostik ist sie ein fachlich strukturierter Schritt; pädagogische Fachkräfte können Eltern nach Beobachtungen und Erfahrungen fragen, führen aber keine medizinische Anamnese durch.
Anaphorik bezeichnet in der Textlinguistik den Rückbezug eines sprachlichen Ausdrucks (z. B. eines Pronomens) auf ein zuvor im Text erwähntes Element. Sie ist ein wichtiges Mittel der Kohäsion, um Sätze inhaltlich miteinander zu verknüpfen und einen roten Faden beim Erzählen zu schaffen.
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Anekdotisches Protokoll
Ein anekdotisches Protokoll ist eine schriftliche Beobachtungsmethode, bei der konkrete Schlüsselsituationen und sprachliche Äußerungen von Kindern in der Kita objektiv und zeitnah dokumentiert werden. Diese qualitativen Aufzeichnungen ermöglichen es, kindliche Entwicklungsprozesse sowie sprachliche Fortschritte im Alltag detailliert zu erfassen und als Grundlage für die gezielte pädagogische Sprachförderung zu nutzen.
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Ankündigen
Eine Handlung wird sprachlich vorweggenommen, damit das Kind sich darauf einstellen und sie verstehen kann.
Das Ansatzrohr bezeichnet die oberhalb des Kehlkopfs liegenden Hohlräume und die beweglichen Artikulatoren (Rachen, Mundhöhle, Nasenhöhle, Lippen, Zunge, Gaumensegel), die den Luftstrom aus den Stimmlippen resonanzieren, formen und artikulieren. Durch Lageänderungen dieser Strukturen entstehen Engstellen, Verschlüsse und Resonanzräume, die Klangfarbe und Lautgestalt bestimmen.
Eigenschaft eines Gesprächsbeitrags, eine erkennbare Verbindung zum vorherigen Beitrag herzustellen und so den weiteren Austausch zu ermöglichen. Eine anschlussfähige Response greift zum Beispiel die Beobachtung oder Deutung eines Kindes auf, statt unvermittelt ein neues Thema oder eine Prüfungsfrage einzuführen.
Vorwegnahme oder vorausschauende Planung von Handlungen oder Lauten. In der Sprachentwicklung bezeichnet dies die Anpassung der Artikulationsorgane an einen folgenden Laut.
Antonyme sind Wörter mit gegensätzlicher Bedeutung, die im frühkindlichen Sprachgebrauch Kontraste wie groß und klein oder heiß und kalt verdeutlichen. Durch das gezielte Erarbeiten solcher Gegenbegriffe erweitern Kinder ihren aktiven Wortschatz und lernen, Merkmale präziser zu differenzieren und sprachlich auszudrücken.
Stelle im Mund- oder Rachenraum, an der bei der Lautbildung der Luftstrom durch Sprechwerkzeuge modifiziert oder blockiert wird. Er ist ein zentrales Kriterium zur Unterscheidung von Konsonanten.
Sprechstörung, bei der Laute aufgrund von Beeinträchtigungen der motorischen Lautbildung abweichend gebildet werden. Phonologische Störungen betreffen demgegenüber die regelhafte Verwendung von Lauten im Sprachsystem.
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Artikulationszone
Bereiche, in denen Sprachlaute gebildet werden (z. B. Gaumen, Zunge, Lippen).
Fähigkeit, feine klangliche Unterschiede zwischen Lauten oder Geräuschen wahrzunehmen und zu unterscheiden. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die phonologische Verarbeitung von Sprache.
Fähigkeit, gehörte Informationen wie Lautfolgen oder Wörter im Kurzzeitgedächtnis zu behalten, um sie zu verarbeiten oder nachzusprechen. Sie ist eine wichtige Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb.
Der Aufmerksamkeitsfokus beschreibt den Gegenstand oder Inhalt, auf den sich die Aufmerksamkeit eines Kindes in einer bestimmten Situation richtet. Das Berücksichtigen des kindlichen Aufmerksamkeitsfokus ist ein wichtiges Prinzip der alltagsintegrierten Sprachbildung.
Versuch eines Kindes, die Aufmerksamkeit einer anderen Person auf einen Gegenstand, ein Ereignis oder ein eigenes Anliegen zu lenken. Sie kann sich durch Blickwechsel, Zeigegesten, Laute, Wörter oder Äußerungen zeigen und eröffnet häufig einen gemeinsamen Gesprächsanlass.
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Aufnahmebereitschaft
Beschreibt, ob ein Kind in einer konkreten Situation offen dafür ist, sprachliche Angebote wahrzunehmen und zu verarbeiten. Sie ist keine feste Eigenschaft des Kindes, sondern hängt unter anderem von seinem Befinden, der Beziehungssituation, Reizen in der Umgebung und dem aktuellen Interesse ab.
Phänomen, dass stimmhafte Konsonanten am Wort- oder Silbenende stimmlos gesprochen werden. Dies führt häufig zu Abweichungen zwischen der gesprochenen und der geschriebenen Sprache.
Sprachformen und Wörter, die Kleinkinder beim Erwerb ihrer Erstsprache selbst bilden und die von der Zielsprache abweichen (z. B. „Wauwau“). Sie folgen einer inneren Logik und gehören zum normalen Verlauf der frühen Sprachentwicklung.
Autosemantika sind Inhaltswörter mit eigenständigem lexikalischem Bedeutungsgehalt, die auf Gegenstände, Handlungen oder Eigenschaften verweisen (z. B. Nomen, Verben, Adjektive) und als offene Wortklasse stetig wachsen; sie stehen im Gegensatz zu Funktionswörtern (Synsemantika), die vorwiegend grammatische Beziehungen markieren.
Medizinischer Fachbegriff für Stottern; eine Redeflussstörung, die durch unfreiwillige Wiederholungen, Dehnungen oder Blockaden von Lauten, Silben oder Wörtern gekennzeichnet ist und sich strukturell von altersgerechten Entwicklungsunflüssigkeiten unterscheidet.
Übergreifende, grundlegende Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen (z. B. Wahrnehmung, Selbstregulation, Erzählernen), die Kindern ermöglichen, ihre Umwelt zu erschließen und die als Voraussetzung für weiteres Lernen dienen.
Die Benennungsexplosion (auch Wortschatzspurt) ist eine Phase in der Sprachentwicklung, meist zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat, in der Kinder in kurzer Zeit ungewöhnlich viele neue Wörter erwerben. Sie erkennen zunehmend, dass Dinge Namen haben, und suchen aktiv nach Benennungen.
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Beobachtung
Beobachtung bezeichnet die systematische und dokumentierte Wahrnehmung von Handlungen sowie sprachlichen Äußerungen im frühpädagogischen Alltag. Sie bildet die wesentliche Grundlage, um sprachliche Entwicklungsschritte von Kindern zu erkennen und darauf aufbauend passgenaue Interaktionen zu gestalten.
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Bielefelder Screening
Das Bielefelder Screening (BISC) ist ein standardisiertes Screeningverfahren zur Früherkennung von Lese‑Rechtschreib‑Schwierigkeiten im Vorschulalter. Es erfasst unter anderem Teilbereiche der phonologischen Bewusstheit und wird von entsprechend geschulten Fachkräften angewandt und ausgewertet.
Artikulationsort für Laute, die durch Kontakt oder Annäherung beider Lippen gebildet werden; im Deutschen gehören dazu beispielsweise die Konsonanten [b], [p] und [m].
Grundlegende Annahmen und Vorstellungen pädagogischer Fachkräfte darüber, wie Kinder sich entwickeln, lernen und die Welt wahrnehmen. Dieses Bild vom Kind beeinflusst Haltungen, Interaktionen und didaktische Entscheidungen im pädagogischen Alltag maßgeblich.
Bildungssprache ist ein formelles, oft dekontextualisiertes sprachliches Register, das in schulischen und institutionellen Zusammenhängen zur Vermittlung, Erschließung und Darstellung fachlicher Inhalte verwendet wird. Sie zeichnet sich durch fachspezifischen Wortschatz sowie komplexe Satz- und Textstrukturen aus und unterstützt das Verstehen und die Kommunikation von Lerninhalten.
Bezeichnung für die traditionellen Namen einzelner Schriftzeichen (z. B. „Emm“ für m, „Tee“ für t). Diese Namen sind von den Lauten (Phonemen) zu unterscheiden, die die Buchstaben in Wörtern repräsentieren; die Unterscheidung ist beim Schriftspracherwerb bedeutsam.
Intuitive Anpassung der gesprochenen Sprache Erwachsener an Säuglinge und Kleinkinder, gekennzeichnet durch langsameres Tempo, höhere Stimmlage, deutlichere Artikulation und ausgeprägte Prosodie. Diese Form der Interaktion fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder, erleichtert das Erkennen von Sprachrhythmen und fördert den frühen Spracherwerb.
Die Fähigkeit, in einer lauten Umgebung eine bestimmte Schallquelle, etwa die Stimme eines Gesprächspartners, selektiv wahrzunehmen und andere Geräusche als Hintergrund auszublenden.
Grammatischer Fall für das indirekte Objekt: Wem gibt, hilft oder erzählt jemand etwas?
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Deiktische Pronomen
Pronomen, deren Bedeutung sich aus der jeweiligen Sprechsituation ergibt (z. B. ich, du, hier, dort). Sie erfordern von Kindern einen kognitiven Perspektivwechsel, da sich der Bezugspunkt je nach sprechender Person ändert.
Kontextunabhängige Kernbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks. Sie bezeichnet die sachliche Bedeutungsebene eines Wortes und wird von emotionalen Nebenbedeutungen sowie dem konkreten Bezug in einer Äußerungssituation unterschieden.
Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bezeichnet den Erwerb und Gebrauch des Deutschen durch Personen, deren Erstsprache(n) nicht Deutsch ist/sind, in einer überwiegend deutschsprachigen Umgebung, in der Deutsch als Alltags- und Bildungssprache benötigt wird (z. B. in Kita und Schule). Der Erwerb erfolgt vor allem im natürlichen Sprachkontakt und kann durch gezielte sprachpädagogische Förderung oder Unterricht unterstützt werden.
Eine Deutung bezeichnet die aktive Zuschreibung von Sinn und Bedeutung auf wahrgenommene Handlungen, Äußerungen oder Situationen. In der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt das gemeinsame Deuten kindlicher Äußerungen und Handlungen den Dialog, indem pädagogische Fachkräfte sprachliche Brücken bauen und Wortschatz gezielt erweitern.
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Diagnose
Fachliche Feststellung eines Entwicklungszustands oder einer Störung durch dafür zuständige Fachpersonen.
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Diagnostik
Systematische Erhebung und Auswertung von Informationen, etwa zur Sprachentwicklung oder zu Unterstützungsbedarfen.
Gesprächsweise, bei der Erwachsene und Kinder Beiträge wechselseitig aufgreifen, weiterführen und gemeinsam Bedeutung entwickeln. Fachkräfte orientieren sich dabei an den Interessen und Äußerungen der Kinder, geben ausreichend Zeit zum Antworten und vermeiden es, Gespräche in bloße Frage-Antwort-Folgen zu verwandeln.
Eine dialogische Haltung bezeichnet eine zugewandte und wertschätzende Grundorientierung pädagogischer Fachkräfte, die auf echtem Interesse an den Gedanken und Äußerungen von Kindern beruht. Sie bildet das Fundament für alltagsintegrierte Sprachbildung, da sie durch offene Fragen und aktives Zuhören sprachliche Lernprozesse im Kita-Alltag anregt und vertieft.
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Dialogisches Lesen
Vorlesen, bei dem Kinder durch Fragen, Pausen und Gesprächsangebote aktiv am Bilderbuch beteiligt sind.
Direktive Führung beschreibt einen steuernden Interaktionsstil im pädagogischen Alltag, bei dem erwachsene Vorgaben, klare Handlungsanweisungen und feste Strukturierungen im Vordergrund stehen, was strukturierte Lerngelegenheiten schafft, aber zugleich sprachliche Aushandlungsprozesse und kindliche Eigeninitiativen limitiert.
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Dokumentation
Nachvollziehbares Festhalten von Beobachtungen, Entwicklungen und pädagogischen Überlegungen.
Durchgängige Sprachbildung bezeichnet ein bildungsinstitutionelles Konzept, sprachliche Kompetenzen über alle Bildungsbereiche und Übergänge hinweg als Querschnittsaufgabe zu verankern. Dadurch wird ein kontinuierlicher und alltagsintegrierter Aufbau sprachlicher Kompetenzen von der Kindertagesstätte bis zum Schuleintritt bildungsbiografisch anschlussfähig gestaltet.
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Dysgrammatismus
Störung der Grammatikentwicklung, z. B. fehlerhafte Satzbildung oder Wortbeugung.
Die Eingewöhnungsphase beschreibt die strukturierte und beziehungsorientierte Übergangszeit beim Eintritt in die Kindertagespflege oder Kita, in der Kinder schrittweise an die neue Umgebung herangeführt werden. Dieser Prozess bildet die emotionale und soziale Basis für eine sichere Bindung, welche sprachliche Interaktionen sowie alltagsintegrierte Sprachbildungsprozesse von Beginn an optimal unterstützt.
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Elaborativer Sprachstil
Sprachstil mit komplexen Satzstrukturen, differenziertem Wortschatz und offenen Fragen.
Strukturiertes Gespräch zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern zur gemeinsamen Entwicklungsbegleitung des Kindes. Es dient dem Informationsaustausch, der Abstimmung von Zielen und der Gestaltung der Erziehungspartnerschaft.
Elternkompetenz bezeichnet das erziehungs- und bildungsbezogene Handlungsvermögen von Erziehungsberechtigten, das die kindliche Entwicklung in Familie und Bildungseinrichtung maßgeblich unterstützt. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung umfasst sie insbesondere die Fähigkeit, eine sprachförderliche Interaktionskultur im familiären Alltag zu gestalten und den mehrsprachigen Spracherwerb ressourcenorientiert zu begleiten.
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Embodiment
Embodiment bezeichnet die untrennbare Wechselwirkung zwischen kognitiven Prozessen und körperlichen Erfahrungen, bei der sensorische und motorische Aktivitäten das Lernen und Verstehen prägen. Im Kontext der Sprachbildung verdeutlicht das Konzept, dass Wortbedeutungen und sprachliche Strukturen besonders nachhaltig verankert werden, wenn sie durch Gestik, Bewegung und körperliches Handeln im Kita-Alltag ganzheitlich erfahrbar sind.
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Emergent Literacy
Gesamtheit der frühen Erfahrungen und Vorläuferfähigkeiten eines Kindes im Umgang mit Schrift-, Buch- und Erzählkultur, bevor das formale Lesen und Schreiben erlernt wird. Dazu gehören beispielsweise das Interesse an Büchern, das Erkennen von Symbolen und das Nachahmen von Schreibhandlungen.
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Emotionales Verbalisieren
Emotionales Verbalisieren bezeichnet das sprachliche Benennen von Gefühlen und inneren Zuständen durch pädagogische Fachkräfte, wodurch Kinder ein erweitertes begriffliches Repertoire zur Emotionsregulation und sprachlichen Ausdrucksfähigkeit erwerben. Diese alltagsintegrierte Begleitung unterstützt den Wortschatzaufbau sowie die sozialemotionale Entwicklung im frühkindlichen Bereich.
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Empathie
Fähigkeit, die Gefühle, Gedanken und Motive anderer Personen zu erkennen und nachzuempfinden.
Empathisches Spiegeln bezeichnet die sprachliche Aufnahme und emotionale Bestätigung kindlicher Empfindungen durch pädagogische Fachkräfte, wodurch kindliche Selbstwirksamkeit gestärkt, emotionale Erlebnisse verbalisiert und der altersgerechte Wortschatz im täglichen Miteinander gezielt erweitert wird.
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Entwicklungsbericht
Ein Entwicklungsbericht dokumentiert systematisch und ressourcenorientiert den individuellen Lernfortschritt eines Kindes über einen definierten Zeitraum. Dieses Instrument unterstützt die strukturierte Beobachtung sprachlicher Entwicklungsprozesse und bildet eine verlässliche Grundlage für den fachlichen Dialog sowie die alltagsintegrierte Sprachbildung.
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Entwicklungsgespräch
Ein Entwicklungsgespräch ist ein geplanter, strukturierter Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften und Eltern über den Entwicklungsstand, die Stärken und den Förderbedarf eines Kindes. Es dient der gemeinsamen Abstimmung von Bildungs- und Erziehungszielen.
Bezeichnung dafür, dass sich Fähigkeiten in einem oder mehreren Bereichen langsamer oder später entwickeln, als es für den jeweiligen Entwicklungsabschnitt häufig beobachtet wird. Sie ist keine eigenständige Diagnose und muss im Zusammenhang mit der gesamten Entwicklung eines Kindes fachlich eingeordnet werden.
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Erstes Fragealter
Entwicklungsphase meist im zweiten Lebensjahr, in der Kinder beginnen, gezielt nach den Namen von Dingen zu fragen (z. B. „Was ist das?“). Dies markiert einen wichtigen Schritt im Wortschatzerwerb.
Ein Erzählanlass bezeichnet eine konkrete Situation, einen Gegenstand oder ein Erlebnis, das bei Kindern den Impuls auslöst, eigene Gedanken oder Erfahrungen sprachlich zu artikulieren. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung dient ein solcher Anlass als bedeutsamer Impulsgeber, um den aktiven Wortschatz sowie die narrativen Kompetenzen von Kindern gezielt zu fördern.
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Erzählkreis
Der Erzählkreis ist eine ritualisierte Gesprächsform im Elementarbereich, bei der Kinder in einer festen Gruppe Erlebnisse teilen, gegenseitig zuhören und ihre sprachlichen Ausdrucksfähigkeiten anwenden. Durch den strukturierten Austausch fördert dieses pädagogische Format den aktiven Wortschatz, die kommunikativen Kompetenzen sowie das soziale Miteinander im Kita-Alltag.
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Erzählsteine
Erzählsteine sind bemalte oder gestaltete Natur- oder Holzsteine, die als visuelle und taktile Impulse dienen, um Kinder zum freien Erzählen, Fantasieren und gemeinsamen Sprachhandeln anzuregen. Durch das haptische Greifen und Ordnen der Steine verknüpfen Kinder sensorische Erfahrungen unmittelbar mit sprachlichen Äußerungen, wodurch Wortschatz, Grammatik und dialogische Kompetenzen im Kita-Alltag gefördert werden.
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Erzählstruktur
Die Erzählstruktur bezeichnet den formalen Aufbau und die innere Verknüpfung von Ereignissen innerhalb einer Geschichte. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt das Verständnis dieser Struktur Kinder dabei, eigene Erlebnisse chronologisch zu gliedern, Handlungsabläufe logisch zu verknüpfen und ihre narrativen Kompetenzen systematisch auszubauen.
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Erziehungsmodelle
Grundlegende Vorstellungen und Leitbilder über Erziehung, z. B. autoritär, antiautoritär, demokratisch.
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Erziehungsorientierung
Erziehungsorientierung bezeichnet grundlegende kulturelle und individuelle Überzeugungen, die das Handeln von Eltern und pädagogischen Fachkräften leiten. Sie umfasst Vorstellungen über kindliche Entwicklung und Erziehungsziele wie Autonomie oder Verbundenheit.
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Erziehungspartnerschaft
Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern und pädagogischen Fachkräften in gemeinsamer Verantwortung für die Erziehung und Bildung eines Kindes.
Etikettieren bezeichnet das sprachliche Benennen von Gegenständen, Personen oder Handlungen durch die erwachsene Bezugsperson, um dem Kind treffende Bezeichnungen zur Verfügung zu stellen. Diese sprachliche Begleitung unterstützt den kindlichen Wortschatzerwerb, indem sie wahrgenommene Phänomene direkt mit akustischen Wortmustern verknüpft und so den Aufbau semantischer Netze fördert.
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Evaluation
Evaluation bezeichnet die systematische Erfassung, Analyse und Bewertung pädagogischer Prozesse sowie sprachdidaktischer Maßnahmen in Kindertagesstätten. Sie dient der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der alltagsintegrierten Sprachbildung, um sprachliche Förderangebote zielgerichtet an den Bedürfnissen der Kinder auszurichten.
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Expansion
Die erwachsene Person greift die Äußerung eines Kindes auf, wiederholt sie grammatikalisch korrekt und erweitert sie inhaltlich. Beispiel: Kind: „Da läuft ein Hund.“ Fachkraft: „Da läuft ein großer schwarzer Hund.“
Kindgerechte, handlungsorientierte Versuche zur Untersuchung von Phänomenen; in der Kita als spielerisches Forschen genutzt, bei dem Kinder Fragen stellen, Vermutungen prüfen und ihre Beobachtungen sprachlich ausdrücken.
Spracherwerbsstil, bei dem Kinder zunächst größere sprachliche Einheiten mit markanter Melodie verwenden und stark auf Kommunikation ausgerichtet sind.
Modellierungstechnik, bei der eine Fachkraft eine kindliche Äußerung inhaltlich um neue Informationen, Zusammenhänge oder Handlungsmöglichkeiten ergänzt. Im Unterschied zur Expansion wird nicht vor allem die Satzform erweitert, sondern der gedankliche Inhalt weitergeführt. Beispiel: Kind: „Der Hund bellt.“ Fachkraft: „Ja, der Hund bellt. Vielleicht hat er etwas gehört.“
Eine Fallbesprechung ist ein strukturierter kollegialer Austausch über konkrete pädagogische Situationen oder Entwicklungsverläufe einzelner Kinder, um gemeinsame Handlungsoptionen zu entwickeln. Im Kontext der Sprachbildung dient sie der multiprofessionellen Reflexion sprachlicher Lernprozesse und unterstützt die passgenaue sprachpädagogische Begleitung im Kita-Alltag.
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Familiensprache
Sprache oder Sprachen, die im familiären Alltag eines Kindes eine zentrale Rolle spielen.
Fast Mapping bezeichnet ein Phänomen in der frühen Sprachentwicklung, bei dem Kinder neue Wörter nach nur wenigen Begegnungen sehr schnell abspeichern und mit einem ersten Bedeutungsentwurf verknüpfen. Dieser Entwurf orientiert sich häufig an typischen Merkmalen (Prototypen) und kann zunächst zu weite oder zu enge Bedeutungsgrenzen umfassen.
Fluchtverhalten bezeichnet Reaktionen bei Stottern, bei denen Betroffene stockende Sprechpassagen durch schnelle Tempowechsel oder Anlaufstrategien zu überwinden versuchen, um die Blockade zu beenden.
Freies Erzählen bezeichnet das unvorbereitete Berichten von selbst erlebten oder erfundenen Geschichten, bei dem Kinder eigene Gedanken und Erlebnisse ohne starre Vorgaben strukturieren. Durch diese sprachliche Ausdrucksform erweitern Kinder ihren Wortschatz, erproben komplexe Satzstrukturen und entwickeln narrative Kompetenzen in einem kommunikativen Rahmen.
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Freies Spiel
Im Kita-Kontext: weitgehend selbstbestimmte Spielphase (auch: Freispiel), in der Kinder Aktivitäten, Materialien, Spielpartner und -orte selbst wählen; pädagogische Fachkräfte bereiten die Umgebung vor und begleiten beobachtend statt anzuleiten.
Konsonant, bei dessen Artikulation der Luftstrom durch eine enge Passage im Mundraum geführt wird und ein Reibegeräusch entsteht. Im Deutschen gehören beispielsweise [f], [s] und [ʃ] zu den Frikativen.
Ein Funktionsraum ist ein thematisch spezialisierter Bereich in Kindertagesstätten, der durch eine gezielte Materialauswahl eigenständiges Explorieren und soziale Interaktionen ermöglicht. Diese räumliche Strukturierung regt Kinder zu vielfältigen sprachlichen Äußerungen an, da gemeinsame Spielprozesse den natürlichen Kommunikationsbedarf erhöhen.
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Funktionsspiel
Das Funktionsspiel ist die früheste Spielform bei Säuglingen und Kleinkindern, bei der sie durch wiederholtes Ausprobieren die Funktionen ihres Körpers oder von Gegenständen erkunden. Es unterstützt die sensomotorische Entwicklung und bildet die Grundlage für später komplexere Spielformen wie das Symbolspiel.
Ganzheitlicher Spracherwerb ist ein Ansatz, bei dem die sprachliche Entwicklung in enger Verbindung mit motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Prozessen betrachtet wird. Sprache wird dabei in bedeutungsvollen, alltäglichen Handlungskontexten erworben und gefördert.
Erkennen eines Wortes als visuelles Gesamtmuster anhand markanter Merkmale. Ganzwortlesen ist typisch für die logographemische Phase des Schriftspracherwerbs.
Art und Weise, wie ein Gespräch durch Zuhören, Fragen, Pausen und Antworten gestaltet wird.
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Gesprächszug
Ein zusammenhängender Beitrag zu einem Gespräch, zum Beispiel eine Äußerung, eine Frage, eine Geste oder eine bedeutsame Pause. Ein Dialog entwickelt sich, wenn der nächste Gesprächszug inhaltlich oder kommunikativ an den vorherigen Beitrag anschließt.
Gemeinsame Ausrichtung von Kind und Bezugsperson auf denselben Gegenstand, dasselbe Ereignis oder eine gemeinsame Handlung. Beide nehmen wahr, dass sie ihren Fokus miteinander teilen; diese Erfahrung bildet eine wichtige Grundlage für Verstehen, Benennen und frühe Gespräche.
Die Glottis ist der Spalt zwischen den beiden Stimmlippen im Kehlkopf, dessen Öffnung, Schließung und Spannung über das Entstehen von Stimmtönen entscheidet. Sie ist eine zentrale anatomische Struktur der Phonation und unterscheidet sich von den Stimmlippen als anatomischen Schleimhautfalten.
Regelwerk und systematische Beschreibung einer Sprache: Regeln für Wortformen (Morphologie) und Satzbau (Syntax), also die Verbindung von Wörtern zu wohlgeformten Äußerungen.
Der Halo-Effekt beschreibt eine kognitive Verzerrung, bei welcher ein einzelnes auffälliges Merkmal einer Person deren Gesamtwahrnehmung dominiert. Im pädagogischen Alltag führt diese Wahrnehmungsverzerrung oft dazu, dass sprachliche Kompetenzen von Kindern aufgrund äußerlicher Eindrücke oder des Sozialverhaltens fehlerhaft eingeschätzt werden.
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Haltung
Grundlegende innere Orientierung, die prägt, wie eine Fachkraft Kinder, ihre Äußerungen und ihre Entwicklung wahrnimmt und darauf handelt. Eine wertschätzende Haltung zeigt sich nicht nur in freundlichen Worten, sondern auch darin, ob kindliche Beiträge ernst genommen und Entwicklungswege respektiert werden.
Eine Handpuppe ist ein animierbares Spielmittel, das im pädagogischen Alltag gezielt als kommunikativer Partner eingesetzt wird, um Kinder durch dialogische Interaktionen und Rollenspiele zum aktiven Sprechen sowie zum sprachlichen Ausdruck zu motivieren.
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Hauptsatz
Unabhängiger Satz, der allein stehen kann, z. B. „Das Kind spielt im Garten.“
Ein Heilberuf ist ein reglementierter Gesundheitsberuf, der auf medizinisch-therapeutischen Tätigkeiten basiert und eine staatlich anerkannte, fundierte Ausbildung voraussetzt. Dazu gehört beispielsweise die Logopädie, in deren Rahmen diagnostische und therapeutische Leistungen zur Behandlung von Sprach- und Sprechstörungen erbracht werden.
Idealtypisches kulturelles Erziehungsmodell, das die Einbettung des Kindes in Familie und Gemeinschaft, den Respekt gegenüber Älteren und die Berücksichtigung von Gruppenbedürfnissen betont.
Eine Gesprächsführungstechnik, die die Aufmerksamkeit auf ein gewünschtes Ziel und konkrete Lösungsbilder lenkt, anstatt den Fokus auf das Problem zu richten. Sie unterstützt Eltern darin, ihre eigenen Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und zu nutzen.
Homophone bezeichnen sprachliche Einheiten, die identisch klingen, sich jedoch in ihrer Bedeutung voneinander unterscheiden. Das spielerische Erkunden solcher klanggleichen Begriffe im frühpädagogischen Alltag schult die auditive Differenzierungsfähigkeit und fördert gezielt die phonologische Bewusstheit der Kinder.
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Hörbahnreifung
Die Hörbahnreifung ist der neurologische Entwicklungsprozess, bei dem sich durch wiederkehrende akustische Reize die Nervenverbindungen vom Ohr zum Gehirn ausbilden und festigen. Sie ist besonders in den ersten Lebensjahren entscheidend für die Entwicklung des Hörvermögens und den späteren Spracherwerb.
Ein Hyperonym bezeichnet einen Oberbegriff, der eine breitere begriffliche Klasse von spezifischeren Unterbegriffen semantisch umschließt und im frühkindlichen Wortschatzerwerb die systematische Strukturierung sowie Kategoriengestaltung des mentalen Lexikons unterstützt.
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Hyponym
Unterbegriff zu einem Oberbegriff, z.B. "Katze" zum Oberbegriff "Tier"
Ein Idiom bezeichnet eine feste Wortverbindung, deren Gesamtbedeutung sich nicht unmittelbar aus den Einzelwörtern erschließt. Im elementaren Sprachbildungsprozess begegnen Kinder solchen bildhaften Ausdrücken im Kita-Alltag, wodurch das gemeinsame Verstehen und spielerische Erkunden die metasprachliche Kompetenz gezielt fördert.
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Illeismus
Illeismus bezeichnet die sprachliche Gewohnheit, über sich selbst in der dritten Person zu sprechen (z. B. 'Die Erzieherin holt jetzt die Jacke' statt 'Ich hole jetzt die Jacke').
Die Illokution bezeichnet die kommunikative Absicht, die eine Sprecherin oder ein Sprecher mit einer Äußerung verfolgt (z. B. bitten, warnen, versprechen). Sie ist ein zentraler Begriff der Sprechakttheorie und unterscheidet sich von der rein grammatischen Form der Äußerung.
Schlussfolgerung aus sprachlichen Äußerungen und Weltwissen, durch die implizite Informationen erschlossen werden. Inferenzbildung ist für das Verstehen von Texten und Gesprächen bedeutsam.
Alltagsbezogene Beobachtungs- und Dokumentationsverfahren, mit denen der sprachliche Entwicklungsstand eines Kindes strukturiert erfasst und über die Zeit verfolgt wird. Sie dienen der pädagogischen Einschätzung und Förderplanung.
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Inhalt vor Form
Prinzip, bei dem der Inhalt einer Äußerung wichtiger ist als die sprachliche Korrektheit.
Inklusion bezeichnet die uneingeschränkte und gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder am gesellschaftlichen und pädagogischen Leben der Kindertagesstätte unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung bedeutet dies eine diversitätssensible Lernumgebung, die sprachliche Vielfalt als Ressource wertschätzt und jedem Kind barrierefreien Zugang zu sprachlichen Bildungsprozessen eröffnet.
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Inkonsequente phonologische Störung
Auffälligkeit, bei der ein Laut oder Wort in vergleichbaren Situationen nicht nach einem stabilen Muster produziert wird.
Gezielte und strukturierte Darbietung sprachlicher Zielstrukturen in hoher Frequenz durch die pädagogische Fachkraft. Sie dient als prägnantes Sprachmodell für den kindlichen Spracherwerb, insbesondere in der additiven Sprachförderung.
Strukturierte schriftliche Festhaltung eines beobachteten Austauschs zwischen Kindern und Erwachsenen. Es kann im Team helfen, wiederkehrende Gesprächsmuster, Beteiligungsmöglichkeiten und die Wirkung des eigenen Handelns zu reflektieren; es ersetzt keine diagnostische Einschätzung.
Bezeichnet die Qualität der wechselseitigen Beziehungsgestaltung in einer Situation. Sie zeigt sich etwa daran, ob Fachkraft und Kind aufmerksam aufeinander reagieren, kindliche Beiträge aufgreifen und dem Kind echte Beteiligung ermöglichen.
Interaktivität bezeichnet in sprachbildungs- und pädagogischen Kontexten den wechselseitigen, kontingenten Austausch zwischen zwei oder mehr Beteiligten (Personen und ggf. Medien), bei dem Handlungen oder Äußerungen reziprok aufeinander reagieren.
Als Interferenz wird im Kontext des Spracherwerbs die sprachliche Übertragung von Strukturen der Erstsprache auf die Zweitsprache bezeichnet. Dies zeigt sich bei mehrsprachigen Kindern oft in Grammatik oder Aussprache und stellt einen normalen entwicklungssprachlichen Prozess dar.
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Interventionsgrenze
Fachliche Grenze zwischen dem, was pädagogische Fachkräfte im Alltag beobachten und sprachbildend begleiten können, und dem, was eine diagnostische oder therapeutische Abklärung erfordert. Sie verhindert, dass pädagogische Beobachtung mit einer Diagnose verwechselt wird.
Der Verlauf der Tonhöhe (Sprachmelodie) innerhalb einer Äußerung. Sie dient dazu, syntaktische Strukturen zu markieren, Emotionen auszudrücken und pragmatische Bedeutungen zu vermitteln.
Die IRE-Sequenz beschreibt ein klassisches kommunikatives Muster im pädagogischen Dialog, das sich aus einer Initiierung durch die Fachkraft, einer Reaktion des Kindes sowie einer anschließenden Bewertung zusammensetzt. Dieses strukturierende Interaktionsformat prägt sprachliche Lernprozesse im Kita-Alltag und beeinflusst das kindliche Antwortverhalten.
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Ironie
Sprachliche Ausdrucksweise, bei der das Gegenteil des Gesagten gemeint ist.
Eine von der typischen Erwachsenensprache abweichende, prosodisch reiche und melodiöse Sprechweise, die von Bezugspersonen in der Kommunikation mit Kindern verwendet wird. Sie unterstützt die Aufmerksamkeit des Kindes, hebt bedeutungstragende Elemente hervor und kann den Spracherwerb stützen.
Geleitete, offene Erkundungsaktivität, bei der Kinder Klangerzeugungen und ihre Variationen beobachten, vergleichen und reflektieren. Die pädagogische Fachkraft rahmt das Vorgehen und eröffnet weiterführende Fragen.
Ko-Konstruktion bezeichnet einen Lernprozess, bei dem Kinder und Erwachsene oder Kinder untereinander Wissen und Bedeutung gemeinsam in der Interaktion aufbauen. Lernen wird dabei als aktiver sozialer Austausch verstanden.
Innere Wissensstrukturen, in denen Erfahrungen und Informationen geordnet gespeichert werden. Sie bilden ein wichtiges Fundament für die Entwicklung sprachlicher Kategorien und Begriffe.
Kohärenz bezeichnet den inhaltlichen und logischen Zusammenhang eines Textes oder einer Äußerung. Sie sorgt dafür, dass einzelne Sätze oder Gedanken zu einem verständlichen Ganzen verknüpft werden.
Kollegiale Hospitation ist eine Form der fachlichen Weiterentwicklung, bei der sich pädagogische Fachkräfte gegenseitig im Arbeitsalltag beobachten. Ziel ist es, durch anschließende strukturierte und wertfreie Reflexionsgespräche die eigene Praxis gemeinsam weiterzuentwickeln.
Gesprächssituation, in der Kinder nebeneinander sprechen und sich auf ähnliche Themen beziehen, während ihre Beiträge nur locker aufeinander abgestimmt sind.
Interesse und Freude daran, mit anderen in Kontakt zu treten und sich mitzuteilen. Sie zeigt sich nicht nur im Sprechen, sondern zum Beispiel auch durch Blickkontakt, Gesten, Zeigen, gemeinsames Lachen oder den Wunsch, ein Erlebnis zu teilen.
Die Kommunikationszone bezeichnet den räumlichen und sozialen Nahbereich zwischen Fachkräften und Kindern, in dem durch direkten Blickkontakt, körperliche Nähe und eine zugewandte Haltung optimale Bedingungen für sprachliche Interaktionen entstehen. Dieser interaktive Rahmen unterstützt alltagsintegrierte Sprachbildung, indem er gemeinsame Aufmerksamkeit fördert und verbale sowie nonverbale Austauschprozesse intensiviert.
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Kommunikative Absicht
Das Ziel, mit einem Blick, einer Geste, einem Laut, einem Wort oder einem Satz etwas mitzuteilen, zu erfragen oder zu bewirken.
Die Fähigkeit, in konkreten sozialen Situationen sprachlich handlungsfähig zu sein. Sie umfasst sprachlich-grammatische Mittel, pragmatische Fähigkeiten wie Gesprächsführung und strategische Fertigkeiten zur Verständigung.
Kommunikative Wertschätzung bezeichnet die zugewandte und respektvolle Haltung gegenüber kindlichen Äußerungen, wodurch sprachliche Lernprozesse im pädagogischen Alltag gezielt unterstützt werden. Durch aktive Aufmerksamkeit und bestätigendes Eingehen auf kindliche Mitteilungen entsteht eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre, welche die kommunikativen Kompetenzen und das sprachliche Selbstvertrauen der Kinder nachhaltig stärkt.
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Als Grundbegriff des Wissensgartens aufgenommen.
Komposition
Wortbildung durch Zusammensetzung von Wörtern, z. B. Milchkaffee.
Kongruenz bezeichnet im Kontext von Sprachbildung und Spracherwerb: 1) in der Grammatik die regelhafte Übereinstimmung sprachlicher Einheiten in Merkmalen wie Person, Numerus, Genus und Kasus (z. B. Subjekt–Verb- oder Artikel–Nomen-Kongruenz); 2) in der Kommunikation die Stimmigkeit zwischen verbalen Äußerungen und nonverbalen Signalen (z. B. Mimik, Gestik, Tonfall).
Konjunktiv bezeichnet einen der drei Modi (Aussageweisen) des Verbs neben Indikativ und Imperativ. Er wird traditionell als Möglichkeitsform beschrieben; er markiert häufig Nicht‑Wirkliches oder dient der indirekten Rede. Es gibt zwei Formen: Konjunktiv I (hauptsächlich in der indirekten Rede) und Konjunktiv II (unter anderem in Konditionalsätzen und zur Formulierung von Wünschen oder nicht wirklichen Situationen). Beispiele für Konjunktiv II: „Wenn ich Zeit hätte …“, „Ich wäre gern dabei.“ Häufige Konjunktiv‑II‑Formen sind: würde, wäre, hätte, könnte, sollte, möchte.
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Konjunktiv II
Verbform, die unter anderem Wünsche, nicht wirkliche Situationen und eine höfliche Distanz ausdrücken kann. „Möchte“ ist der Konjunktiv II von „mögen“; im Alltag dient diese Form häufig dazu, einen Wunsch zurückhaltend zu äußern, ohne dass der Wunsch deshalb weniger ernst gemeint sein muss. Weitere Konjunktiv-II-Formen sind: wäre, würde, hätte, sollte, könnte, dürfte.
Sprachliche Mittel, die Sätze oder Textteile inhaltlich und logisch miteinander verbinden (z. B. Konjunktionen, Adverbien). Sie sind zentral für die Herstellung von Textkohärenz.
Die zusätzliche, oft emotionale oder wertende Bedeutung eines Wortes, die über seine sachliche Grundbedeutung (Denotation) hinausgeht. Konnotationen können positiv, negativ oder neutral sein.
Eine Abfolge von zwei oder mehr Konsonanten innerhalb einer Silbe oder eines Wortes (z. B. "str" in "Straße"). Der Erwerb von Konsonantenclustern ist ein wichtiger Schritt in der phonologischen Entwicklung.
Grundsätze kooperativer Kommunikation nach H. P. Grice. Gesprächsbeiträge werden dabei hinsichtlich Informationsgehalt, Wahrheit, Relevanz und Klarheit beschrieben.
Ein Kooperationsgespräch bezeichnet den strukturierten professionellen Austausch zwischen pädagogischen Fachkräften und externen Institutionen oder Eltern zur gemeinsamen Abstimmung von Fördermaßnahmen. Dabei stehen die kontinuierliche Beobachtung der kindlichen Sprachentwicklung und die passgenaue Planung alltagsintegrierter sprachlicher Bildungsangebote im Mittelpunkt.
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Kooperatives Lernen
Kooperatives Lernen bezeichnet strukturierte Lehr- und Lernarrangements, bei denen Kinder wechselseitig an gemeinsamen Aufgaben arbeiten und dadurch soziale sowie sprachliche Interaktionen systematisch anregen. Diese kooperative Problemlösung fördert gezielt kommunikative Kompetenzen, den Wortschatzgebrauch sowie die diskursive Auseinandersetzung im frühpädagogischen Alltag.
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Körpersprache
Nonverbale Kommunikation durch Haltung, Bewegung, Mimik und Gestik.
Die Fähigkeit, eigene kulturelle Prägungen, Werte und Normen kritisch zu hinterfragen und deren Einfluss auf das eigene Denken und Handeln, insbesondere im pädagogischen Kontext, zu reflektieren.
Ein von Noam Chomsky postuliertes angeborenes kognitives Modul, das es Kindern ermöglicht, aus dem Sprachangebot ihrer Umgebung unbewusst die grammatischen Regeln ihrer Muttersprache abzuleiten. Es bildet die Grundlage der nativistischen Spracherwerbstheorie.
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Lallphase
Die Lallphase ist eine Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr, in der Kinder Laute und Lautketten produzieren. Man unterscheidet dabei zeitlich aufeinanderfolgende Abschnitte wie die erste und die zweite Lallphase.
Fachbegriff für Kinder mit deutlich verzögertem Sprechbeginn. Häufig werden ein geringer aktiver Wortschatz und fehlende Wortverbindungen um den zweiten Geburtstag als Orientierungspunkte beschrieben.
Kind mit einem aktiven Wortschatz von weniger als 50 Wörtern oder fehlenden Zweiwortverbindungen im Alter von 24 Monaten, das diesen sprachlichen Rückstand bis zum dritten Lebensjahr aufholt.
Die Lateralität bezeichnet die Bevorzugung einer Körperhälfte, beispielsweise der rechten oder linken Hand, bei motorischen Handlungen. Sie ist ein Fachbegriff der Entwicklungspsychologie.
Die Laut-Buchstaben-Zuordnung bezeichnet die Fähigkeit, gesprochenen Lauten die entsprechenden geschriebenen Buchstaben oder Buchstabenkombinationen zuzuordnen. Sie ist eine grundlegende Voraussetzung für das Lesen- und Schreibenlernen.
Der Lautabbau bezeichnet die schrittweise Reduktion des anfänglich breiten Lautrepertoires eines Säuglings auf die Laute der gehörten Umgebungssprache. Laute, die in der Umgebungssprache fehlen, werden seltener und verschwinden schließlich.
Die Lautanalyse ist die Fähigkeit, einzelne Laute in einem gesprochenen Wort zu identifizieren und ihre Reihenfolge zu erfassen. Sie ist ein wichtiger Teilbereich der phonologischen Bewusstheit.
Lautdiskrimination bezeichnet die Fähigkeit, akustisch verschiedene Sprachlaute voneinander zu unterscheiden. Sie ist eine zentrale Teilfähigkeit der phonologischen Bewusstheit und eine Vorläuferkompetenz für die Laut-Buchstaben-Zuordnung und den Schriftspracherwerb.
Die Lautierung bezeichnet die Umsetzung von Buchstaben in ihre entsprechenden Laute (Phoneme) anstelle ihrer Buchstabennamen. Dies ist ein wichtiger Schritt im Schriftspracherwerb, um die Laut-Schrift-Beziehung zu verstehen.
Lautimitation bezeichnet in der frühkindlichen Sprachentwicklung das bewusste Nachahmen gehörter Laute oder Klangfolgen mit den eigenen Stimmorganen. Diese Fähigkeit setzt voraus, dass das Kind seine Lautproduktion auditiv wahrnimmt, mit dem Gehörten vergleicht und schrittweise anpasst.
Das Lautinventar umfasst die Gesamtheit der Laute, die ein Kind in einer Sprache zuverlässig und produktiv verwendet. Es wächst im Verlauf der Sprachentwicklung schrittweise an.
Die Lautsynthese ist die Fähigkeit, einzelne gehörte Laute zu einem vollständigen Wort zusammenzuziehen. Sie ist ein Teilbereich der phonologischen Bewusstheit im engeren Sinn und eine wichtige Voraussetzung für den Schriftspracherwerb.
Ein Lerntagebuch ist ein kontinuierliches Dokumentationsinstrument zur Veranschaulichung kindlicher Lernwege, in dem Entdeckungen, Erlebnisse und sprachliche Fortschritte festgehalten werden. Pädagogische Fachkräfte nutzen diese Aufzeichnungen als wertvolle Gesprächsgrundlage, um alltagsintegrierte Sprachbildung gezielt anzuregen und die kindliche Ausdrucksfähigkeit zu vertiefen.
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Lexem
Abstrakte Grundeinheit des Wortschatzes einer Sprache, die alle grammatischen Formen eines Wortes umfasst.
Gesamtheit des Wortschatzes einer Sprache; bezogen auf eine Person der individuell verfügbare Wortschatz (mentales Lexikon). Nicht zu verwechseln mit „Lexikon“ im Sinne eines Nachschlagewerks.
LiSKit (Literacy und Sprache in Kindertageseinrichtungen) ist ein Reflexions- und Beobachtungsinstrument für pädagogische Fachkräfte. Es dient der Selbstevaluation und der strukturierten Beobachtung des eigenen pädagogischen Handelns im Bereich der sprachlichen Bildung bei Kindern von drei bis sechs Jahren.
Ein Literacy-Ereignis bezeichnet eine konkrete Situation, in der Schrift-, Druck- or digitale Medien eine zentrale Rolle spielen und Menschen aktiv in Handlungen rund um geschriebene Sprache eingebunden sind. Im Kita-Alltag fördert die gemeinsame Auseinandersetzung mit Texten die frühe kindliche Schriftsprachaneignung nachhaltig.
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Logographemische Phase
Phase des Schriftspracherwerbs, in der Kinder Schrift als Ganzheiten oder Symbole erkennen.
Die Fähigkeit einer Person, mehr als eine Sprache zu verwenden (sprechen und/oder verstehen); im weiteren Sinn auch das Nebeneinander und der Gebrauch mehrerer Sprachen in Familie, Einrichtung oder Gesellschaft – unabhängig davon, wie und wann die Sprachen erworben wurden.
Kindliche Äußerung aus mehreren Wörtern im Übergang zu komplexeren grammatischen Satzstrukturen.
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Mentale Repräsentation
Innere kognitive Abbildung von Objekten, Ereignissen oder Konzepten im Gedächtnis. Sie ermöglicht Denken über Inhalte außerhalb der aktuellen Wahrnehmung und bildet eine Grundlage für Symbolspiel und Spracherwerb.
Wortpaare, die sich in nur einem Laut (Phonem) unterscheiden und dadurch unterschiedliche Bedeutungen haben (z. B. Kopf–Topf); in der Phonologie dienen sie zur Identifikation von Phonemen und in der Sprachbildung zur Sensibilisierung für Lautunterschiede.
Modalverben drücken aus, wie eine Person zu einer möglichen Handlung steht, etwa ob sie etwas kann, darf, soll, muss, mag oder will. Sie ergänzen häufig ein weiteres Verb und machen dadurch Wunsch, Absicht, Möglichkeit, Notwendigkeit oder Ablehnung sprachlich sichtbar.
Sprachbildendes Vorgehen, bei dem Fachkräfte kindliche Äußerungen im laufenden Gespräch aufgreifen und passende sprachliche Formen anbieten. Dazu gehören beispielsweise die verbesserte Wiederholung, die Expansion und die Extension.
Die bewusste Selbstbeobachtung und Bewertung des eigenen Sprechens. Ein verstärktes Monitoring kann bei Redeflussauffälligkeiten zu Vermeidungsverhalten führen, wenn das Kind sein Sprechen als problematisch erlebt.
Der monolinguale Habitus beschreibt ein institutionelles Selbstverständnis, das Einsprachigkeit als Norm und Mehrsprachigkeit als Abweichung oder Defizit bewertet. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung prägt diese Haltung unbewusst pädagogische Interaktionen und erschwert eine wertschätzende Begleitung mehrsprachiger Kinder.
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Morphem
Die kleinste bedeutungstragende Einheit der Sprache. Morpheme sind die Bausteine, aus denen Wörter zusammengesetzt werden und die grammatische Informationen tragen.
Ein Rechtschreibprinzip, nach dem verwandte Wörter möglichst dieselbe Schreibweise behalten, um ihren Zusammenhang sichtbar zu machen (z. B. Hand – Hände). Es hilft, den Wortstamm auch bei veränderter Aussprache zu erkennen.
Einfache Sprache, die Erwachsene mit Babys und Kleinkindern sprechen.
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Multimodale Sprachwahrnehmung
Die simultane Wahrnehmung und sinnesübergreifende Integration von sprachlichen Signalen, vor allem auditiver und visueller Informationen. Diese Integration liefert Kindern zusätzliche Hinweise, die den Spracherwerb unterstützen.
Mundmotorik bezeichnet die koordinierten Bewegungen der Muskeln im Mund-, Lippen-, Zungen- und Gaumenbereich. Eine gut entwickelte Mundmotorik ist eine wesentliche Voraussetzung für die Artikulation, das Kauen und das Schlucken.
Muskelhypotonie bezeichnet eine verminderte Grundspannung der Muskulatur, die lokal oder generalisiert auftreten kann. Sie zeigt sich durch schlaffe Haltung und schnellere Ermüdbarkeit und kann motorische Fähigkeiten sowie die orofaziale Funktion beeinflussen.
Das Nacherzählen bezeichnet den sprachlichen Prozess der eigenständigen Wiedergabe gehörter oder erlebter Handlungsabläufe durch Kinder. Diese narrative Aktivität verknüpft rezeptives Sprachverständnis mit aktiver Sprachproduktion und fördert gezielt Wortschatzaufbau, Grammatik sowie kohärentes Erzählen im frühpädagogischen Alltag.
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Nacherzählung
Eine Nacherzählung bezeichnet das resultierende mündliche oder schriftliche Sprachprodukt, in dem Kinder ein zuvor gehörtes oder erlebtes Geschehen strukturiert wiedergeben. Im frühpädagogischen Alltag dient dieses Format der Überprüfung und Vertiefung narrativer Kompetenzen sowie der gezielten Verknüpfung von Ereignisabläufen.
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Nachhallzeit
Die Nachhallzeit ist ein akustisches Maß, das angibt, wie lange ein Schallereignis in einem Raum hörbar bleibt, nachdem die Schallquelle verstummt ist. Eine lange Nachhallzeit führt zu einer Überlagerung von Geräuschen und erschwert das Sprachverstehen.
Narrative Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Erlebnisse, Geschichten oder Handlungsabläufe zusammenhängend, strukturiert und für Zuhörende verständlich zu erzählen. Sie umfasst sprachliche und kognitive Leistungen zur Auswahl, Ordnung und Verknüpfung von Inhalten.
Satzmuster, in denen ein abhängiger Satzteil eingebunden ist, häufig mit Verb am Satzende. Zum Beispiel: Wir ziehen uns die Jacken an, weil es draußen regnet.
Ein Neologismus bezeichnet eine neu gebildete oder aus einer anderen Sprache übernommene Wortschöpfung, die sich im Zuge gesellschaftlicher oder technologischer Veränderungen dauerhaft im Sprachgebrauch etabliert. Im Rahmen der kindlichen Sprachentwicklung spiegeln kindliche Wortneuschöpfungen oft kreative Wortbildungsstrategien wider und verdeutlichen das aktive Erschließen grammatischer und semantischer Strukturen.
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Nomen
Wortart, die Personen, Dinge oder Begriffe bezeichnet, z. B. „Haus“, „Hund“, "Glück".
Der Numerus (Zahlform) ist eine grammatische Kategorie, die angibt, ob ein Wort im Singular (Einzahl) oder Plural (Mehrzahl) steht. Er betrifft Nomen, Pronomen, Adjektive und Verben.
Akustisches Signal, das in einer bestimmten Situation für die beabsichtigte Kommunikation relevant ist, beispielsweise die Stimme einer sprechenden Person. Das Verhältnis von Nutzschall zu Störschall beeinflusst das Sprachverstehen.
Eine offene Frage ist ein sprachdidaktisches Impulsmittel, das durch W-Fragen wie wer, was oder warum keine geschlossenen Antwortoptionen zulässt und Kinder zu ausführlichen Äußerungen anregt. Dadurch fördert sie gezielt den aktiven Wortschatz sowie die kommunikative und grammatische Entwicklung im pädagogischen Alltag.
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Offene Fragen
Fragen, die längere und differenzierte Antworten ermöglichen und zur Sprachproduktion anregen. (Warum? Wie? Womit? usw.)
Offene W-Fragen sind durch interrogative Pronomen eingeleitete Gesprächsimpulse, die keine geschlossenen Ja-Nein-Antworten zulassen, sondern elaborierte Sprachäußerungen herausfordern. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützen sie den kindlichen Wortschatzerwerb, vertiefen grammatikalische Strukturen und strukturieren den sprachlichen Dialog zwischen Fachkraft und Kind.
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Offener Biss
Zahnfehlstellung, bei der beim Zusammenbeißen eine Lücke zwischen den oberen und unteren Zähnen bleibt. Er kann durch myofunktionelle Störungen wie eine falsche Zungenruhelage begünstigt werden.
Der Teil einer Silbe, der dem Silbenkern (Nucleus) vorausgeht und aus einem oder mehreren Konsonanten besteht. Die Wahrnehmung und Bildung von Onsets ist ein wichtiger Aspekt der phonologischen Bewusstheit.
Vorübergehende Verringerung der spontanen Lautproduktion bei Säuglingen in der Übergangsphase hin zu sprachspezifischen Lauten. Dieser Rückgang wird als Ausdruck einer reifenden Selektivität verstanden und gilt als normales Entwicklungsphänomen.
Pädagogische Diagnostik ist der systematische, fachlich geleitete Prozess der Erfassung und Einschätzung von sprachlichen Kompetenzen und Förderbedarfen von Kindern im Bildungs- und Betreuungskontext. Sie umfasst strukturierte Beobachtungen, standardisierte Verfahren und die Auswertung dokumentierter Entwicklungsdaten, um begründete Entscheidungen für zielgerichtete sprachförderliche Maßnahmen zu treffen. Sie ist von informeller pädagogischer Beobachtung (alltagsintegrierte, fortlaufende Wahrnehmung) und von medizinischen Diagnosen (klinische Abklärung durch medizinische Fachkräfte) zu unterscheiden.
Sprachbildungsstrategie, bei der die pädagogische Fachkraft die Handlungen des Kindes zeitgleich sprachlich beschreibt und damit ein passendes Sprachmodell zum aktuellen Tun anbietet.
Form des kindlichen Spiels, bei der Kinder räumlich nah beieinander und mit ähnlichen Materialien spielen, während ihre Spielhandlungen weitgehend eigenständig bleiben.
Beim Paraphrasieren greift die pädagogische Fachkraft die Äußerung des Kindes auf und formuliert diese inhaltlich gleichwertig, aber grammatikalisch korrekter oder lexikalisch reichhaltiger zurück. Diese sprachdidaktische Technik unterstützt den kindlichen Spracherwerb, indem sie sprachliche Muster fehlerfrei anbietet und das Verstehen sowie die Wortschatzbildung alltagsintegriert fördert.
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Partizipation
Partizipation bezeichnet die aktive Einbindung von Kindern in Entscheidungsprozesse, die ihren Kita-Alltag betreffen, wodurch Selbstwirksamkeit und demokratisches Handeln gefördert werden. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung eröffnet die Mitbestimmung bedeutsame Sprechanlässe, da Kinder ihre Wünsche, Meinungen und Argumente verbal ausdrücken und aushandeln.
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Passiv
Satzform, in der die Handlung oder das Geschehen im Mittelpunkt steht und nicht der Träger der Handlung (das Subjekt), etwa: „Der Hund wird gebadet.“
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Paukenerguss
Ansammlung von seröser Flüssigkeit im Mittelohr, die zu Hörverlust führen kann, häufig durch Infektionen verursacht.
Sprachliche und soziale Auseinandersetzung unter Gleichaltrigen. Sie bietet Kindern einen wichtigen Lernort, um auf Augenhöhe kommunikative Fähigkeiten zu erproben, Perspektivwechsel zu üben und soziale Kompetenzen weiterzuentwickeln.
Die durch eine sprachliche Äußerung erzielte tatsächliche Wirkung bei den Hörenden, wie beispielsweise Überzeugung, Einschüchterung oder Ermutigung. Sie ist neben Äußerungsakt und Illokution ein Teil des Sprechakts.
Modell, das Entwicklung oder Lernen in aufeinander bezogenen Abschnitten beschreibt.
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Phonation
Stimmliche Erzeugung eines Tones durch das Zusammenspiel von Atemstrom und der Schwingung der Stimmlippen im Kehlkopf. Sie ist die Grundlage für die Unterscheidung von stimmhaften und stimmlosen Lauten.
Die systematische Zuordnung von Lauten der gesprochenen Sprache (Phonemen) zu den entsprechenden Buchstaben oder Buchstabenkombinationen der geschriebenen Sprache (Graphemen).
Systematische Vereinfachung oder Veränderung von Lauten oder Lautverbindungen während des kindlichen Spracherwerbs. Diese Prozesse sind bis zu einem bestimmten Alter entwicklungstypisch und zeigen den aktiven Umgang mit Lautstrukturen.
Teil des Gedächtnisses, der für die kurzzeitige Speicherung und Verarbeitung von sprachlichen Informationen (wie Lautfolgen oder Wörtern) zuständig ist. Es spielt eine wichtige Rolle beim Spracherwerb und beim Erlernen neuer Wörter.
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Phonotaktik
Teilbereich der Phonologie, der die Regeln und Gesetzmäßigkeiten für die zulässige Kombination von Lauten in einer bestimmten Sprache beschreibt. Sie bestimmt, welche Lautfolgen (z. B. am Silbenanfang) möglich sind.
Konsonantenlaut, der durch einen vollständigen Verschluss im Mundraum und dessen anschließende plötzliche Öffnung (Sprengung) gebildet wird, wie etwa [p], [t] oder [k].
Positive Suggestionen sind kurze, ressourcenorientierte Formulierungen in der Gesprächsführung, die die Fähigkeit oder Lösungskompetenz der angesprochenen Person als selbstverständlich voraussetzen. Sie signalisieren Wertschätzung, senken Abwehr und laden zur konkreten Vorstellung und zum Ausprobieren von Handlungsalternativen ein.
Zentrales Satzglied, das die Handlung, den Vorgang oder den Zustand im Satz ausdrückt und vom Verb gebildet wird. Es bestimmt die Struktur des Satzes und verlangt häufig weitere Satzglieder (Ergänzungen).
Die Fähigkeit, Sprache in sozialen Situationen angemessen und zielgerichtet einzusetzen. Dazu gehört, den Gesprächspartner zu berücksichtigen, Absichten verständlich auszudrücken und indirekte Äußerungen zu verstehen.
Präpositionen sind grammatikalische Funktionswörter, die das Verhältnis zwischen verschiedenen Satzteilen, insbesondere räumliche, temporale oder kausale Beziehungen, präzise bestimmen. Im Rahmen der sprachlichen Bildung unterstützen sie Kinder dabei, räumliche und logische Relationen im Kita-Alltag differenziert auszudrücken und sprachlich zu strukturieren.
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Präsens
Zeitform für Gegenwärtiges oder allgemein Gültiges, etwa: „Das Kind spielt.“
Entwicklungsabschnitt vor dem Gebrauch erster Wörter, in dem Kinder über Blick, Mimik, Gesten, Lautäußerungen und gemeinsames Handeln kommunizieren. Die Phase hat keine starre Altersgrenze und geht fließend in den frühen Wortgebrauch über.
Primärsymptome bezeichnen in der Diagnostik von Redeflussstörungen die direkten, sicht- oder hörbaren Kernmerkmale des Stotterns, wie unfreiwillige Wiederholungen, Dehnungen oder Blockierungen von Lauten. Sie grenzen sich von funktionellen Unflüssigkeiten ab.
Print Awareness bezeichnet das Bewusstsein von Kindern für gedruckte Sprache und deren funktionale Eigenschaften im Alltag. Diese wichtige Vorläuferfertigkeit des Schriftspracherwerbs umfasst das Verständnis, dass Schriftzeichen Bedeutung transportieren und Bücher eine bestimmte Leserichtung aufweisen.
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Propriozeption
Wahrnehmung des eigenen Körpers, seiner Lage im Raum und der Spannung von Muskeln und Gelenken (Tiefensensibilität). Sie ist eine wichtige Grundlage für die taktil-kinästhetische Wahrnehmung bei der Lautbildung.
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Prosodie
Melodie und Rhythmus, Betonung und Pausensetzung der Sprache.
Die Fähigkeit, lautliche Muster wie Betonung, Sprechrhythmus und Intonation wahrzunehmen und kognitiv zu verarbeiten. Sie bildet eine frühe Grundlage für das spätere Wortverstehen.
Eine frühe kommunikative Geste, bei der ein Kind auf ein Objekt zeigt, um die Aufmerksamkeit einer anderen Person darauf zu lenken und eine gemeinsame Erfahrung zu teilen.
Psychologische Autonomieorientierung ist ein kulturelles Erziehungsmodell, das die eigenständige Entscheidungsfindung, Unabhängigkeit und individuelle Entwicklung des Kindes in den Vordergrund stellt. Sie bildet einen Gegenpol zu Modellen, die hierarchische Verbundenheit und Gemeinschaft betonen.
Die Psychomotorik betrachtet die enge Wechselwirkung zwischen psychischen Prozessen (wie Emotionen und Kognition) und motorischen Abläufen. In der Pädagogik wird Bewegung als Ausdruck der gesamten Person verstanden, was auch für den Spracherwerb relevant ist.
Die psychomotorische Sprachförderung verknüpft sensomotorische Erfahrungen und körperliche Bewegung gezielt mit sprachlichen Lernprozessen. Durch handlungsorientierte Angebote regt sie die kindliche Ausdrucksfähigkeit an, erweitert den Wortschatz und unterstützt die ganzheitliche Sprachentwicklung im frühpädagogischen Alltag.
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Q
1 Begriffe
Querschnittsaufgabe
Aufgabe, die verschiedene Bereiche, Räume oder Disziplinen betrifft, z. B. Sprachbildung.
Die Ausbreitung und Wahrnehmung von Schall in einem geschlossenen Raum. Eine gute Raumakustik in Kitas reduziert Lärm und Nachhall, was für das Sprachverstehen und die Konzentration entscheidend ist.
Räumliches Hören bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Gehörs, Schallquellen nach Richtung und Entfernung im Raum zu lokalisieren. Diese auditive Wahrnehmungsfähigkeit unterstützt die kindliche Orientierung und bildet eine wichtige akustische Grundlage für die Sprachverarbeitung sowie das Verstehen von Sprache in lauten Umgebungen.
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Redefluss
Der Redefluss bezeichnet den kontinuierlichen, rhythmischen und flüssigen Ablauf des Sprechens. Unterbrechungen dieses Flusses können als entwicklungsbedingte Unflüssigkeiten oder als Redeflussstörungen auftreten.
Eine sprachliche Strategie, bei der eine pädagogische Fachkraft die Äußerung oder Frage eines Kindes gezielt an ein anderes Kind weiterleitet, anstatt selbst zu antworten. Dadurch wird die direkte Kommunikation zwischen den Kindern angeregt und die Peer-Interaktion gefördert.
Unbetonte Silbe, die im Deutschen häufig den Schwa-Laut enthält und artikulatorisch abgeschwächt wird. Reduktionssilben prägen das Betonungsmuster und den Sprachrhythmus.
In der Sprachwissenschaft die Beziehung zwischen einem sprachlichen Ausdruck (z. B. einem Wort) und dem außersprachlichen Gegenstand oder Sachverhalt, auf den er sich bezieht.
Regional geprägte Varietät einer Sprache, die zwischen Standardsprache und stark lokalem Dialekt angesiedelt ist. Er kann sich etwa in Wortformen, Aussprache oder Satzmelodie zeigen und ist kein Zeichen unzureichender Sprachkompetenz.
Die Reimfähigkeit bezeichnet die phonologische Fähigkeit von Kindern, den Gleichklang von Wortenden in gesprochener Sprache zu erkennen und selbstständig zu produzieren. Diese basale Teilleistung der phonologischen Bewusstheit unterstützt maßgeblich den Schriftspracherwerb sowie die phonematische Differenzierung im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung.
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Rekurrenz
Das wiederholte Auftreten von sprachlichen Elementen oder Mustern in einem Text oder Gespräch.
Rekursivität ist ein Prinzip der menschlichen Sprache, bei dem eine grammatische Regel auf ihr eigenes Ergebnis erneut angewendet werden kann, wodurch theoretisch unendlich lange und komplexe Schachtelsätze entstehen. Für die Sprachentwicklung bedeutet dies, dass aus einem begrenzten Vorrat an Wörtern und Regeln unbegrenzt viele neue Äußerungen gebildet werden können.
Ein repetitiver Sprachstil in der Interaktion mit Kindern ist durch Wiederholungen, das Einüben von Formen und geschlossene Fragen gekennzeichnet. Er entstammt bestimmten kulturellen Erziehungsmodellen und betont das Lernen von Verhaltensweisen.
Eine Responsestrategie bezeichnet ein theoriegeleitetes Vorgehen, mit dem kindliche Äußerungen sprachlich aufgegriffen und erweitert werden. Dazu zählen beispielsweise korrektives Feedback und Sprachmodellierung.
Responsive Begleitung bezeichnet eine feinfühlige und kindzentrierte Interaktionshaltung pädagogischer Fachkräfte, bei der kindliche Signale und Äußerungen unmittelbar aufgegriffen und sprachlich erweitert werden. Durch diese unterstützenden Reaktionen erfahren Kinder eine verlässliche Resonanz, wodurch kommunikative Kompetenzen und der alltagsintegrierte Spracherwerb nachhaltig gestärkt werden.
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Responsivität
Fähigkeit und Bereitschaft einer Bezugsperson, Signale, Interessen und Kommunikationsversuche eines Kindes wahrzunehmen, zutreffend zu deuten und zeitnah sowie angemessen darauf zu antworten. Responsivität heißt nicht, jede Initiative sofort zu erfüllen, sondern den Beitrag für das Kind erkennbar aufzugreifen.
Fragen, die die Fähigkeiten und Möglichkeiten des Gesprächspartners in den Mittelpunkt stellen.
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Ressourcenorientierung
Fachliche Haltung, die Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen, Potenziale und nutzbare Unterstützungsquellen einer Person und ihrer Umwelt in den Blick nimmt.
Die Rezeptionshäufigkeit beschreibt, wie oft ein Kind denselben sprachlichen Inhalt oder dasselbe Medium wahrnimmt. Wiederholtes Hören oder Sehen unterstützt den Spracherwerb, da sich neue Wörter und Strukturen besser einprägen.
Die rezeptiv-expressive Schere beschreibt das Phänomen in der Sprachentwicklung, dass Kinder deutlich mehr Sprache verstehen (rezeptiv), als sie selbst produzieren können (expressiv). Dies ist ein normaler Entwicklungsschritt.
Rezeptive Kompetenz (auch Sprachverständnis) bezeichnet die Fähigkeit, gesprochene oder geschriebene Sprache aufzunehmen, zu verarbeiten und zu verstehen. Sie entwickelt sich in der Regel vor der produktiven Kompetenz (dem aktiven Sprechen) und bildet die Grundlage für den weiteren Spracherwerb.
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Rezeptive Mehrsprachigkeit
Unter rezeptiver Mehrsprachigkeit versteht man die Fähigkeit von Kindern, verschiedene Sprachen zu verstehen, auch wenn sie diese selbst nicht aktiv sprechen. Diese sprachliche Kompetenz bildet eine wichtige Grundlage, um im mehrsprachigen Kita-Alltag Kommunikationsprozesse sicher nachzuvollziehen und gegenseitiges Verstehen zu fördern.
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Rezeptive Phase
Zeitraum im Spracherwerb, in dem ein Kind Sprache vorwiegend aufnimmt und versteht, bevor es selbst aktiv spricht. In dieser Phase werden wichtige Grundlagen für den späteren aktiven Sprachgebrauch gelegt.
Ein Satzanfangsimpuls ist eine sprachpädagogische Intervention, bei welcher der Beginn einer Äußerung strukturell vorgegeben wird, um den kindlichen Spracherwerb anzuregen, grammatikalische Strukturen zu festigen und den kommunikativen Erzählfluss im pädagogischen Alltag aktiv zu erleichtern.
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Satzklammer
Struktur, bei der ein mehrteiliges Prädikat den Satz umklammert, z. B. „hat ... gemacht“.
Pädagogische Methode, bei der Lernende durch gezielte Unterstützung gefördert werden. Im Rahmen des Spracherwerbs: Stützende Sprache; Unterstützung des Kindes durch gelenkte Aufmerksamkeit, Fragen und Wiederholungen.
Eine Form der Hörminderung, bei der die Übertragung des Schalls vom Außen- oder Mittelohr zum Innenohr gestört ist (z. B. durch einen Paukenerguss). Das Innenohr selbst ist dabei intakt, aber die akustischen Signale kommen abgeschwächt an.
Artikulationsauffälligkeit, bei der der Luftstrom bei der Bildung von Sch-Lauten seitlich an der Zunge entlang entweicht. Dadurch entsteht ein verwaschener Klang.
Schriftkultur bezeichnet die Gesamtheit schriftsprachlicher Formen, Praktiken und Traditionen innerhalb einer Kultur. Im pädagogischen Kontext meint der Begriff auch einen Alltag, in dem Schrift sichtbar verwendet wird und Kinder erleben, wozu Lesen und Schreiben dienen.
Eine Lern- und Lebensumgebung, in der Schrift in vielfältiger Form (z. B. Bücher, Schilder, Etiketten) präsent und funktional erfahrbar ist. Sie regt Kinder dazu an, die Bedeutung und den Gebrauch von Schrift im Alltag zu entdecken.
Entwicklungsprozess, in dem Kinder die Fähigkeit erwerben, geschriebene Sprache zu verstehen und selbst zu produzieren. Er beginnt bereits vor dem formalen Lesen- und Schreibenlernen mit frühen Erfahrungen rund um Schrift und Lautstruktur.
Multidimensionales Konzept der körperlichen, kognitiven, sozial-emotionalen und sprachlichen Voraussetzungen für die aktive Teilnahme am schulischen Lernen. Schulfähigkeit entwickelt sich im Zusammenwirken von Kind, Familie, Kita und Schule.
Ein unbetonter, gemurmelt gesprochener Vokal, der im Deutschen häufig in unbetonten Silben oder am Wortende vorkommt (z. B. das 'e' in 'Sonne'). Er spielt eine wichtige Rolle bei der Lautanalyse und Aussprache.
Verzögerte Sprachentwicklung als Folge einer anderen Beeinträchtigung oder eines anderen Störungsbilds, beispielsweise einer Hörstörung oder neurologischen Erkrankung.
Selbstbildung bezeichnet den Prozess, bei dem Kinder sich aktiv, selbstgesteuert und eigenständig Wissen, Fähigkeiten und ein Verständnis ihrer Umwelt aneignen. Im Gegensatz zur passiven Wissensvermittlung gestalten Kinder dabei ihre Entwicklung durch eigenes Handeln und Erproben maßgeblich mit.
Selbstmonitoring bezeichnet im sprachlichen Kontext die bewusste Eigenwahrnehmung und Überwachung des eigenen Sprechvorgangs. Bei Redeflussstörungen wie Stottern kann ein erhöhtes Selbstmonitoring zu Sprechangst und Vermeidungsverhalten führen.
Selbstwirksamkeit bezeichnet die Erwartung bzw. Überzeugung, aufgrund eigener Kompetenzen durch das eigene Handeln gewünschte Wirkungen zu erzielen und erforderliche Handlungen erfolgreich ausführen zu können.
Self Talk bezeichnet eine sprachliche Begleitung des eigenen Handelns durch erwachsene Bezugspersonen, bei der Handlungen und Handlungsabläufe parallel verbalisiert werden. Diese Methode bietet Kindern ein kontinuierliches, strukturiertes Sprachvorbild und unterstützt den Aufbau des aktiven Wortschatzes im Alltag.
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Semantik
Lehre von der Bedeutung sprachlicher Zeichen, von Wörtern und Äußerungen.
Inneres mentales Wörterbuch, in dem Wörter über Bedeutungsbeziehungen miteinander verknüpft sind und für Verständnis sowie Sprachproduktion abgerufen werden.
Sensitives Responsivverhalten bezeichnet die feinfühlige, zeitnahe und adäquate Beantwortung kindlicher Signale, wodurch eine sichere interaktive Basis entsteht. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung fördert dieses responsive Verhalten die kommunikativen Kompetenzen, indem Äußerungen sprachlich erweitert und fehlerfrei modelliert werden.
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Sensomotorik
Sensomotorik beschreibt das koordinierte Zusammenspiel von Sinneswahrnehmungen (Sensorik) und motorischen Reaktionen (Motorik). In der kindlichen Entwicklung ist sie eine wichtige Grundlage für das Begreifen der Umwelt und den Spracherwerb.
Bedingung, die einem Kind emotionale und kommunikative Sicherheit vermittelt. Im Kita-Alltag können dazu verlässliche Beziehungen, vorhersehbare Abläufe, eine zugewandte Mimik und die Erfahrung gehören, mit eigenen Beiträgen ernst genommen zu werden.
Die Fähigkeit, ein Wort in seine lautlichen Silben-Einheiten zu zerlegen (z. B. »To-ma-te« → drei Silben). Sie ist eine Teilfähigkeit der phonologischen Bewusstheit, die Kindern hilft, rhythmische und klangliche Muster der Sprache zu erkennen und als Vorläufer des Schriftspracherwerbs zu dienen.
Phonologischer Prozess, bei dem unbetonte Silben mehrsilbiger Wörter ausgelassen werden, beispielsweise „Nane“ für „Banane“. Silbentilgung tritt in der frühen Sprachentwicklung auf.
Wiederholung identischer Silben hintereinander (z. B. „mama“, „baba“) in der frühen Lautentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern. Sie dient dem Üben und der Koordination von Artikulation, Atmung und Stimmgebrauch und markiert die Übergangsphase vom Lallen zu ersten bedeutsamen Wörtern.
Die SMART-Methode hilft, Ziele so zu formulieren, dass ihre Umsetzung überprüfbar wird. Ziele sollen spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein: Sie beschreiben konkret, was erreicht werden soll, woran der Erfolg erkennbar ist, warum das Ziel sinnvoll ist, ob es erreichbar ist und bis wann die Umsetzung erfolgen soll.
Klangfülle oder Schallfülle eines Sprachlauts. Vokale haben die höchste Sonorität, während stimmlose Konsonanten eine geringere Sonorität aufweisen. Die Sonorität spielt eine Rolle bei der Silbenstruktur und der Wahrnehmbarkeit von Lauten.
Verhalten, bei dem ein Kind die emotionale Reaktion einer vertrauten Person nutzt, um eine unklare Situation einzuschätzen. Es blickt etwa zu einer Fachkraft und orientiert sein weiteres Handeln an deren Gesichtsausdruck oder Reaktion.
Sozialraumvernetzung bezeichnet die systematische Kooperation zwischen Kindertagesstätten und regionalen Institutionen, Vereinen sowie Akteuren, um Ressourcen zu bündeln und Bildungschancen zu verbessern. Durch diese Öffnung des Sozialraums entstehen vielfältige sprachliche Anregungen außerhalb der Einrichtung, die Sprachbildungsprozesse alltagsintegriert unterstützen und soziale Barrieren abbauen.
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Spielhandlung
Sinnvoll zusammenhängende Handlung oder Handlungsfolge innerhalb eines Spiels, etwa wenn ein Kind eine Puppe füttert, einen Turm baut oder im Rollenspiel eine Reise vorbereitet. Spielhandlungen geben Anlass, Absichten, Abläufe, Probleme und Lösungen sprachlich auszutauschen.
Beobachtbares sprachliches Merkmal, das im Vergleich zu erwartbaren Entwicklungsverläufen auffällt. Der Begriff beschreibt zunächst nur eine Beobachtung und stellt nicht zwingend eine Störung dar.
Die Sprachbiografie umfasst die individuelle sprachliche Entwicklung eines Menschen sowie alle prägenden Erfahrungen mit den verschiedenen Sprachen seines Lebens. Im frühpädagogischen Kontext bildet sie die wesentliche Grundlage, um die individuelle mehrsprachige Realität der Kinder im alltagsintegrierten Spracherwerb sensibel zu berücksichtigen.
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Sprachentwicklungsstörung
Umfassende und anhaltende Beeinträchtigung des Spracherwerbs, die fachlich diagnostiziert wird.
Eine sprachförderliche Raumgestaltung strukturiert die physische Umgebung von Kindertagesstätten gezielt so, dass funktionale Lernbereiche und anregende Materialien den kommunikativen Austausch von Kindern unterstützen. Diese bewusste räumliche Organisation fördert die alltagsintegrierte Sprachentwicklung im Elementarbereich nachhaltig.
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Sprachfunktion
Die Sprachfunktion beschreibt den kommunikativen Zweck oder die Absicht einer sprachlichen Äußerung, wie etwa das Ausdrücken von Gefühlen, das Einfordern von Handlungen oder den Aufbau sozialer Beziehungen. Sie bildet neben der formalen Struktur einen zentralen Aspekt der Sprache.
Eigenschaft von Medien oder Situationen, in denen Informationen überwiegend durch Sprache und mit begrenzter visueller oder handlungsbezogener Unterstützung vermittelt werden.
Übereinstimmung zwischen dem, was eine Fachkraft sagt, und ihrem tatsächlichen Interesse, ihrer Haltung und ihrem nonverbalen Auftreten. Sprachliches Handeln wirkt für Kinder besonders glaubwürdig, wenn es nicht künstlich aufgesetzt ist, sondern zur Situation und zur Person der Fachkraft passt.
Sprachliche Dominanz bezeichnet das stärkere Ausprägen und die bevorzugte Nutzung einer bestimmten Sprache im mehrsprachigen Kontext, wenn eine Sprache gegenüber anderen im individuellen Repertoire funktional überlegen ist. Für die alltagsintegrierte Sprachbildung in der Kindertagesstätte bedeutet dies, die dominierende Erstsprache oder Zweitsprache als stabile Brücke und sichere Basis für den sukzessiven Aufbau weiterer sprachlicher Kompetenzen zu nutzen.
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sprachliche Initiative
Die sprachliche Initiative bezeichnet das aktive Einbringen von sprachlichen Beiträgen durch Kinder, bei denen sie versuchen, sich in Gesprächen zu äußern, eigene Wünsche oder Gedanken auszudrücken. Das Aufgreifen und Bestärken dieser Initiativen durch pädagogische Fachkräfte unterstützt die Sprachentwicklung und das Erleben von Selbstwirksamkeit.
Sprachliche Selbstwirksamkeit bezeichnet die persönliche Überzeugung von Kindern, eigene kommunikative Handlungen erfolgreich und zielgerichtet auszuführen. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung stärken pädagogische Fachkräfte dieses Vertrauen durch wertschätzende Rückmeldungen und sprachliche Ermutigung, wodurch Kinder motiviert werden, sich aktiv an sprachlichen Interaktionen zu beteiligen.
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Sprachliche Sozialisation
Prozess, in dem Kinder durch alltägliche Interaktionen und Teilhabe an sozialen Gemeinschaften Sprachen, Varietäten, kommunikative Normen und sprachliche Praktiken ihrer Umgebung erwerben.
Sprachliche Teilhabe bezeichnet das chancengleiche und aktive Miteinander aller Kinder in sozialen und pädagogischen Interaktionen durch uneingeschränkte sprachliche Handlungsfähigkeit. Sie bildet eine fundamentale Voraussetzung für gelingende alltagsintegrierte Sprachbildung, da erst durch den gleichberechtigten Zugang zu sprachlichen Äußerungen gesellschaftliche und institutionelle Inklusion realisiert wird.
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Sprachliche Trennungsfähigkeit
Fähigkeit, mehrere Sprachen klar voneinander zu unterscheiden und getrennt zu verwenden.
Sprachmittlung bezeichnet die sinngemäße Übertragung von Inhalten zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen, um mehrsprachigen Kindern eine aktive Teilhabe zu ermöglichen. Dabei unterstützen pädagogische Fachkräfte den Kommunikationsprozess, indem sie Bedeutungsinhalte barrierefrei zugänglich machen.
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Sprachmodell
Sprachliches Angebot, an dem ein Kind Formulierungen, Wortschatz, Satzbau und Gesprächsweisen beobachten und erproben kann. Fachkräfte sind besonders dann ein hilfreiches Sprachmodell, wenn sie verständlich, situationsbezogen und dem Kind zugewandt sprechen, ohne jede Äußerung belehrend zu korrigieren.
Sprachbildende Vorgehensweise, bei der Fachkräfte kindliche Äußerungen oder Situationen sprachlich aufgreifen und ein passendes, leicht erweitertes sprachliches Modell anbieten. Das Modell soll für das Kind anschlussfähig bleiben und den Gesprächsfluss nicht unterbrechen; dazu gehören zum Beispiel die verbesserte und die erweiterte Wiederholung.
Ein Sprachprofil ist die systematische Zusammenfassung und grafische oder textliche Darstellung der beobachteten sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes. Es dient im Rahmen von Beobachtungsverfahren wie BaSiK dazu, Stärken und Entwicklungsbedarfe sichtbar zu machen und pädagogische Handlungsschritte abzuleiten.
Die Fähigkeit, Sprache und Sprachgebrauch bewusst zum Gegenstand des Nachdenkens zu machen und sprachliche Strukturen zu analysieren.
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Sprachregister
Ein Sprachregister ist eine situationsspezifische Form des Sprachgebrauchs. Je nach Kontext, Gesprächspartner und Absicht passen Sprecher ihre Wortwahl, Grammatik und Sprechweise an (z. B. Alltagssprache, Fachsprache, formelle Sprache).
Die Sprachstandsfeststellung bezeichnet die systematische Erfassung und Dokumentation der individuellen sprachlichen Kompetenzen von Kindern im Elementarbereich. Sie dient als fachliche Grundlage, um sprachliche Entwicklungsprozesse zu beobachten, gezielte alltagsintegrierte Fördermaßnahmen abzuleiten und den individuellen Sprachförderbedarf pädagogisch fundiert zu bestimmen.
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Sprachtransfer
Der Sprachtransfer bezeichnet die kognitive Übertragung von sprachlichem Wissen, Strukturen oder Mustern aus der Erstsprache auf eine neu erworbene Zielsprache. Im frühpädagogischen Alltag unterstützt dieses Phänomen mehrsprachige Kinder dabei, bereits vertraute sprachliche Konzepte gezielt für den Aufbau neuer Ausdrucksformen und Kommunikationsstrukturen zu nutzen.
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Sprachtrennung
Unterscheidung und situationsbezogene Verwendung mehrerer Sprachen.
Die Sprachumgebung umfasst die Gesamtheit der sprachlichen Äußerungen und Kommunikationsangebote, die Kinder in ihrer sozialen und materiellen Lebenswelt umgeben. Im Kontext der alltagsintegrierten Sprachbildung bildet eine sprachlich anregende Umgebung die Basis für den kontinuierlichen Erwerb und Ausbau des kindlichen Wortschatzes sowie der grammatikalischen Kompetenzen.
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Sprachverlust
Das über längere Zeit beobachtbare Ausbleiben einer sprachlichen Fähigkeit, die ein Kind zuvor regelmäßig und sicher genutzt hat.
Sprechangst (Logophobie) ist die Furcht davor, in bestimmten Situationen oder vor anderen Menschen zu sprechen. Sie kann als Begleitsymptom bei Redeflussstörungen wie Stottern auftreten und zu Vermeidungsverhalten führen.
Sprechatmung bezeichnet die physiologische Regulation der Atmung beim Sprechen, bei der die verlängerte Ausatmungsphase gezielt an die Phonation angepasst wird. Im elementarpädagogischen Kontext bildet sie die wesentliche körperliche Grundlage für eine deutliche Artikulation, eine stabile Stimmgebung sowie einen gleichmäßigen Sprechfluss.
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Sprechfreude
Freude eines Kindes am Sprechen, die den Spracherwerb erleichtert und fördert.
Die rhythmische Gliederungseinheit eines Wortes, die sich an der natürlichen, gesprochenen Lautung orientiert. Sie unterscheidet sich von der Schreibsilbe, die den Regeln der Rechtschreibung folgt.
Das orthografische Prinzip, nach dem der Wortstamm in verschiedenen Wortformen und Ableitungen möglichst gleich geschrieben wird. So wird beispielsweise „Rad“ mit „d“ geschrieben, weil es in der Mehrzahl „Räder“ heißt.
Verben, die Präteritum und Partizip II durch Ablaut (Wechsel des Stammvokals) bilden; z. B. gehen – ging – gegangen, schwimmen – schwamm – geschwommen.
Das Still-Face-Experiment ist eine Untersuchungssituation, in der eine Bezugsperson nach einer üblichen zugewandten Interaktion vorübergehend mit unbewegtem Gesicht und ohne responsiven Kontakt bleibt. Säuglinge reagieren darauf häufig irritiert und versuchen, die Interaktion wiederherzustellen; das Experiment verdeutlicht die Bedeutung wechselseitiger Responsivität.
Die Stimmgebung bezeichnet die physiologische Erzeugung von Tönen durch die Schwingung der Stimmlippen im Kehlkopf während der Ausatmung. Im frühpädagogischen Kontext bildet sie die klangliche Grundlage der verbalen Kommunikation, beeinflusst die auditive Wahrnehmung von Kindern und unterstützt den Aufbau differenzierter Ausdrucksformen in der alltagsintegrierten Sprachbildung.
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stimmhafte Konsonanten
Konsonanten, bei deren Artikulation die Stimmlippen vibrieren (z. B. /b/, /d/, /g/ im Deutschen). Phonetisch können sie in bestimmten Positionen, etwa am Silben- oder Wortende, stimmlos realisiert werden (Auslautverhärtung).
Zwei schmale Schleimhautfalten im Kehlkopf, deren Schwingung beim Sprechen den Stimmklang erzeugt. Schwingende Stimmlippen kennzeichnen stimmhafte Laute, ruhende Stimmlippen stimmlose Laute.
Unter Stimmmodulation versteht man die bewusste Variation von Tonhöhe, Lautstärke und Sprechtempo während des sprachlichen Ausdrucks. Im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützt eine abwechslungsreiche Stimmführung die kindliche auditive Wahrnehmung, erleichtert das Verstehen emotionaler Botschaften und fördert die sprachliche Aufmerksamkeit.
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Stimmresonanz
Stimmresonanz bezeichnet das Mitschwingen der Stimme in den Körperhohlräumen, wodurch Lautstärke und Klangfarbe ohne unnötige Kraftanstrengung optimiert werden. Im pädagogischen Alltag unterstützt eine bewusste Stimmresonanz pädagogische Fachkräfte dabei, durch eine tragfähige und klare Sprechstimme eine entspannte akustische Lernumgebung für Kinder zu gestalten.
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Störschall
Unerwünschte Geräusche und Klänge in der Umgebung, die das Hören, die Konzentration und die Sprachwahrnehmung beeinträchtigen. Er erschwert es Kindern, relevante Sprachsignale aus dem Hintergrundlärm herauszufiltern.
Das subjektive Erleben und die Wahrnehmung einer Person, dass das eigene Sprechen oder die eigene Sprache von der Norm abweicht und als beeinträchtigend empfunden wird.
Sprechflussstörung mit unfreiwilligen Wiederholungen (vor allem von Lauten und Silben), Dehnungen und Blockierungen (angespannte Sprechpausen); häufig von motorischen Mitbewegungen und emotionaler Anspannung begleitet. Die Ausprägung kann situations- und umweltbedingt schwanken.
Spielform, bei der ein Gegenstand oder eine Handlung stellvertretend für etwas anderes steht. Das Symbolspiel zeigt die kognitive Fähigkeit zur symbolischen Repräsentation, die auch eine wichtige Voraussetzung für den Spracherwerb ist.
Synonyme sind begriffliche Entsprechungen mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung, die im kindlichen Spracherwerb und der alltagsintegrierten Sprachbildung den rezeptiven Wortschatz erweitern. Durch den gezielten Einsatz bedeutungsgleicher Wörter im pädagogischen Alltag erkennen Kinder semantische Nuancen und differenzieren ihren aktiven Ausdruck präzise.
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Syntax
Satzlehre, die sich mit der Struktur und Reihenfolge von Satzgliedern/Wörtern beschäftigt.
Ein statistisches Maß, das in standardisierten Test- und Beobachtungsverfahren verwendet wird, um individuelle Ergebnisse mit einer Normstichprobe zu vergleichen. Er ermöglicht es, den Entwicklungsstand eines Kindes in Relation zu Gleichaltrigen einzuordnen.
Abgegrenzte, zusammenhängende sprachliche Äußerung, die als kommunikative Einheit verstanden wird; sie kann mündlich oder schriftlich realisiert sein (z. B. Erzählung, Bericht oder Geschichte).
Textlinguistische Kompetenz ist die Fähigkeit, zusammenhängende Texte situationsgerecht zu verstehen und zu produzieren; sie umfasst Textorganisation (z. B. logische Abfolge und Struktur), Kohärenz und Kohäsion sowie die Anpassung an Textsorte und kommunikatives Ziel.
Fähigkeit, anderen Menschen mentale Zustände wie Wünsche, Absichten und Überzeugungen zuzuschreiben. Sie ist eine wichtige kognitive Voraussetzung für die Perspektivübernahme in der Kommunikation.
Die Tiefenstruktur bezeichnet in der Textlinguistik den inhaltlichen und logischen Zusammenhang (Kohärenz) eines Textes oder einer Erzählung. Sie bildet den 'roten Faden', der durch das Weltwissen der Zuhörenden erschlossen wird, im Gegensatz zur formalen Oberflächenstruktur.
Das Tischgespräch bezeichnet eine strukturierte oder informelle verbale Interaktion während gemeinsamer Mahlzeiten in der Kindertagesstätte, die durch den situativen Kontext des Essens und Trinkens geprägt ist. Dabei bietet der soziale Rahmen vielfältige Anlässe, um den kommunikativen Austausch anzuregen, den aktiven Wortschatz zu erweitern und dialogische Kompetenzen alltagsintegriert zu fördern.
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Totaler Mutismus
Form des Mutismus, bei der ein Kind trotz intakter Sprachentwicklung in nahezu allen Situationen und gegenüber fast allen Personen schweigt.
Einfluss einer Sprache auf eine andere beim mehrsprachigen Sprechen. Dabei können zum Beispiel Satzmuster, Wörter oder Laute aus einer Sprache in die andere übernommen werden. Dies ist ein normaler Teil mehrsprachiger Entwicklung und nicht automatisch ein Fehler.
Transitionsbewältigung bezeichnet die erfolgreiche emotionale und kognitive Bewältigung von Übergängen im Kindesalter, insbesondere den Eintritt in die Kindertagesstätte oder den Wechsel in die Schule. Eine sprachsensible Begleitung dieser Phasen unterstützt Kinder dabei, neue soziale Rollen aktiv einzunehmen und ihre Bedürfnisse verbal auszudrücken.
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Transkript
Ein Transkript bezeichnet die genaue textliche Fixierung mündlicher Interaktionen und Gespräche. Als empirische Datengrundlage ermöglicht diese schriftliche Dokumentation die fundierte fachliche Analyse sprachlicher Bildungsprozesse und kindlicher Kommunikationsstrategien im pädagogischen Alltag.
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Translanguaging
Translanguaging bezeichnet die flexible und bewusste Nutzung des gesamten sprachlichen Repertoires mehrsprachiger Kinder, um Lernprozesse und Kommunikation aktiv zu unterstützen. Im pädagogischen Alltag stärkt dieser Ansatz die sprachliche Identität sowie das Verstehen komplexer Inhalte durch den gleichberechtigten Einbezug aller Erst- und Zweitsprachen.
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Transparenz
Nachvollziehbarkeit von Beobachtungen, Empfehlungen und nächsten Schritten in einem Gespräch. Transparenz entsteht, wenn Fachkräfte verständlich erklären, was sie wahrgenommen haben, warum sie etwas ansprechen und welche weiteren Möglichkeiten bestehen.
Beziehungsstruktur aus drei miteinander verbundenen Beteiligten oder Bezugspunkten. In der frühen Kommunikation meint sie häufig das Zusammenspiel von Kind, Bezugsperson und Gegenstand oder Ereignis; der Blick und die Aufmerksamkeit können dabei zwischen allen drei Polen wechseln. Vgl. Triangulärer Blickkontakt.
Wiederkehrende Abfolge wechselseitiger Beiträge in einer Interaktion: Eine Person gibt einen Impuls, die andere reagiert darauf, und der Austausch setzt sich fort. Bei Säuglingen können auch Blicke, Laute, Bewegungen oder Pausen solche Beiträge bilden; später treten zunehmend sprachliche Gesprächszüge hinzu.
Ein Übergangsportfolio bündelt systematisch Dokumente zur kindlichen Entwicklung und zum Lernen, wodurch der Übergang von der Kindertagesstätte in die Grundschule unterstützt wird. Es erfasst insbesondere sprachliche Bildungsverläufe und bietet pädagogischen Fachkräften eine fundierte Grundlage für eine anschlussfähige sprachliche Begleitung des Kindes.
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Übergeneralisierung
Anwendung einer bereits erkannten sprachlichen Regel auf einen Fall, für den diese Regel nicht gilt. Ein Kind sagt zum Beispiel „zwei Hunds“, weil es die Pluralbildung mit -s auf ein Wort überträgt, dessen korrekte Form „Hunde“ lautet.
Die im alltäglichen Sprachgebrauch übliche Aussprache, die von der normierten Standardlautung abweichen kann, beispielsweise durch Verschleifungen oder regionale Färbungen.
Eigenschaft eines Verbs, Anzahl und Art seiner grammatisch erforderlichen Ergänzungen festzulegen. Das Konzept unterstützt die Analyse von Satzstrukturen.
Verarbeitungszeit ist die Zeit, die ein Kind benötigt, um einen sprachlichen Eindruck aufzunehmen, mit Vorwissen zu verbinden und eine eigene Reaktion zu planen. Sie variiert je nach Alter, Situation, Komplexität der Äußerung und individueller Erfahrung. Bewusstes Warten nach einer Frage oder einem Impuls kann Kindern den Raum geben, ihre Gedanken und Worte zu ordnen.
Idealtypisches kulturelles Orientierungsmodell, das soziale Eingebundenheit, familiäre Verantwortung und Respekt gegenüber Älteren hervorhebt. Es dient der Beschreibung möglicher Orientierungsmuster in Familien und kulturellen Kontexten.
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Verbzweitstellung
Stellung des finiten Verbs an zweiter Position im deutschen Hauptsatz. Beispiel: Wir essen die Nudeln.
Spezifische klangliche Eigenschaft eines Vokals, die ihn von anderen Vokalen unterscheidet. Sie wird maßgeblich durch die Position der Zunge und die Lippenrundung im Mundraum bestimmt.
Phonetisches Schema, das die Position der Zunge im Mundraum bei der Bildung verschiedener Vokale zweidimensional abbildet. Es veranschaulicht, wie die Zungenlage die klangliche Qualität eines Vokals bestimmt.
Vorhersagen bezeichnen den kognitiven Prozess, bei dem Kinder während des Vorlesens oder Erzählens auf Basis von Kontexthinweisen und Vorwissen Vermutungen über den weiteren Handlungsverlauf anstellen. Diese sprachkognitive Strategie fördert das aktive Textverständnis und unterstützt den Ausbau narrativer Kompetenzen im frühpädagogischen Alltag.
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Vorläuferfertigkeiten
Grundlagen für die Sprachentwicklung und alle darauf aufbauenden Fertigkeiten, die sich bereits im Vorschulalter durch Bewegungs- und Sinneserfahrungen herausbilden. Dazu zählen etwa die Koordination von Auge und Hand oder die Fähigkeit, über das Gehör Rhythmus und Betonungen zu erkennen.
Als Wartezeit wird die bewusste zeitliche Spanne zwischen einer gestellten Frage oder einem Redebeitrag durch die pädagogische Fachkraft und der verbalen Reaktion des Kindes bezeichnet. Sie unterstützt die sprachliche und kognitive Verarbeitung, indem sie Kindern ausreichend Raum für die Formulierung eigener Gedanken bietet und dialogische Interaktionen nachhaltig stärkt.
Ein Wimmelbilderbuch ist ein detailreiches Bilderbuch ohne durchgehenden Text, das auf großformatigen Doppelseiten zahlreiche parallele Handlungen abbildet und im Kita-Alltag exzellente sprachliche Anregungen für narrative Dialoge sowie den Wortschatzaufbau liefert.
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Wortbildung
Prozess der Bildung neuer Wörter, z. B. durch Derivation oder Komposition.
Gruppe von bedeutungsähnlichen bzw. bedeutungsverwandten Wörtern, die zusammen einen begrifflichen Bereich (Sinnbezirk) bilden; auch: semantisches oder lexikalisches Feld.
Gedankliche Trennstellen zwischen einzelnen Wörtern in einem fortlaufenden Sprachstrom. Beim Sprechen liegen dort meist keine deutlichen Pausen vor; Kinder müssen deshalb erst lernen, aus Lautfolgen wie „willstdu“ die Wörter „willst“ und „du“ herauszuhören.
Unter Wortschatzarbeit wird die gezielte, handlungsorientierte Erschließung und Erweiterung des kindlichen Wortschatzes im elementarpädagogischen Alltag verstanden. Sie erfolgt eingebettet in alltägliche Interaktionen und Spielsituationen, wodurch Kinder neue Begriffe funktional anwenden und ihren aktiven Wortschatz kontinuierlich ausbauen.
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Wortschatzerwerb
Aufbau und Erweiterung derjenigen Wörter, die ein Kind zunächst versteht und im Laufe der Zeit ggf. auch verwendet.
Phase in der frühen Sprachentwicklung, in der der produktive Wortschatz eines Kindes in vergleichsweise kurzer Zeit deutlich schneller wächst. Oft steht dieser Anstieg in engem Zusammenhang mit dem Überschreiten einer Schwelle von etwa 50 Wörtern.
Vorgang im Gehirn, bei dem ankommende Klänge und Sprachsignale gedeutet, unterschieden und in bekannte Muster eingeordnet werden. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für das Sprachverstehen.
Sprachliche Form, die im Mittelpunkt einer Förder- oder Therapiesequenz steht und gezielt sowie gehäuft angeboten wird, beispielsweise im Rahmen der Inputspezifizierung.
Begriff aus der Phonetik, der beschreibt, wie nah der höchste Punkt der Zunge bei der Artikulation von Vokalen dem Gaumen kommt. Man unterscheidet hohe, mittlere und tiefe Vokale.
Entwicklungsphase, in der Kinder vermehrt nach Ursachen und Zusammenhängen fragen. Sie dient der Erprobung von Sprache und Denken und wird maßgeblich durch Anregungen im Umfeld beeinflusst.
Die Zwerchfellatmung bezeichnet eine physiologische Atemtechnik, bei der die Atembewegung primär vom Zwerchfell gesteuert wird und zu einer rhythmischen Vorwölbung der Bauchdecke führt. Eine fundierte Stimmführung durch diese abdominale Atmung begünstigt eine stabile, entspannte sowie klangvolle Sprechstimme, welche die artikulatorische Deutlichkeit bei sprachbildenden Interaktionen mit Kindern stärkt.