Einordnung und Anwendungsbereich
Der SBE-3-KT ist ein Instrument zur Erkennung sprachauffälliger Kinder zwischen dem 32. und 40. Lebensmonat und primär für die Anwendung bei der Vorsorgeuntersuchung U7a gedacht. Das Handbuch (https://www.ph-heidelberg.de/fileadmin/wp/wp-sachse/SBE-3-KT/SBE-3-KTHandbuch.pdf) zum SBE-3-KT erläutert: „Der Bogen eignet sich zur Erkennung sprachauffälliger Kinder, nicht aber zu einer differenzierten Bestimmung der sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes.“ Es handelt sich hierbei somit nicht um ein Diagnostikinstrument zur Identifikation medizinisch-logopädisch relevanter Störungen, sondern um ein Instrument, um Hinweise für Auffälligkeiten bei einem Kind zu erhalten, die eine differenzierte medizinisch-logopädische nahelegen. Mit dem Ziel, eine grobe Orientierung zu erhalten, ist der Einsatz des SBE-3-KT daher auch in Kitas und Kindergärten denkbar. Ähnlich wie der für Kinder zwischen dem 21. und 24. Lebensmonat ist auch der SBE-3-KT ein Elternfragebogen, der mit erläuterndem Handbuch kostenlos als Download auf dem Server der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zur Verfügung steht.
Aufbau und Zielgruppe
Da es sich nicht um eine medizinisch-logopädische Diagnostik handelt, ist der Einsatz in pädagogischen Einrichtungen grundsätzlich zulässig. Als Elternfragebogen erfordert das Instrument keine gesonderte Einverständniserklärung der Eltern. Der SBE-3-KT besteht aus zwei Teilen: 1. einem Wortschatzteil zur Einschätzung des und 2. einem Grammatikteil zur Einschätzung der Grammatikkompetenzen. und Grammatikkompetenzen können getrennt voneinander erfasst werden. Den SBE-3-KT gibt es – anders als den SBE-2-KT – ausschließlich in einer deutschen und österreichischen Version. Er richtet sich an Eltern von Kindern, die Deutsch als erwerben. Für Kinder mit ist dieses Tool nur sehr bedingt geeignet.
Auswertung und fachliche Abklärung
Da es nicht die Aufgabe von pädagogischen Fachkräften ist, medizinisch-logopädisch relevante Störungen zu diagnostizieren, erfolgt bei einem kritischen Ergebnis des SBE-3-KT keine Bezeichnung als „Störung im Spracherwerb“, sondern die Benennung von „Auffälligkeiten“. Eltern wird empfohlen, dies ärztlich-logopädisch abklären und bei Bedarf eine differenzierte Diagnostik durchführen zu lassen. (Für eine differenzierte Diagnostik in der ist zum Beispiel neben der Einschätzung des aktiven Wortschatzes und der Grammatikkompetenzen auch die Erfassung des Sprachverständnisses und der phonetisch-phonologischen Kompetenzen – – notwendig.) Eine „Störung“ zu diagnostizieren, obliegt Ärztinnen und Logopädinnen, und das Ergebnis des SBE-3-KT ist im pädagogischen nur als grobe Orientierung zu verstehen.
Literaturhinweis
Printversion Handbuch SBE-2-KT und SBE-3-KT: W. v. Suchodoletz unter Mitarbeit von S. Sachse, S. Kademann & S. Tippelt: Früherkennung von . Der SBE-2-KT und SBE-3-KT für zwei- bzw. dreijährige Kinder. (2012) Kohlhammer: Stuttgart ISBN 978-3-17-021069-1. ---
