Voraussetzung: Der Symbolcharakter von Wörtern
Das erste Fragealter tritt im Spracherwerb auf, sobald das Kind den Symbolcharakter von Wörtern erfasst hat. Dies geschieht ab einem Alter von etwa 18 Monaten mit individuellen Entwicklungsverläufen.
Zunächst erwerben Kinder primär : Mama, Papa, Ba(ll), Puppe, Teddy, Auto und weitere. Mit dem wachsenden setzt ein strukturierter Erkenntnisprozess ein. Das Kind erkennt:
> „Diese Person hat den Namen ‚Mama‘, diese Person hat den Namen ‚Papa‘, dieses Ding hat den Namen ‚Ball‘ und dieses Ding hat den Namen ‚Auto‘. Wenn all diese Personen und Dinge einen Namen haben, dann wird wohl jedes Ding einen Namen haben.“
Zu dieser Erkenntnis gelangten Kinder über die Grundannahme: Jedes Ding hat einen Namen. Damit ist der Symbolcharakter von Wörtern erfasst, was beispielsweise das Verständnis einschließt, dass das Wort „Auto“ symbolisch für ein tatsächliches Fahrzeug steht.
Vom Erkennen zum Fragen
Die Einsicht, dass jedes Ding einen Namen hat, motiviert das Kind, nach der Bezeichnung jedes Gegenstands zu fragen. Im ersten Fragealter fordert das Kind durch Zeigen auf Objekte in der Umgebung Erwachsene zur Benennung auf: „Was (ist) das?“
In dieser Phase ist die Annahme neuer Wörter durch eine hohe gekennzeichnet, wodurch der Wortschatz rasch anwächst.
Ein Beispiel für kindliche Selbstbildungskompetenz
Das erste Fragealter veranschaulicht die kindliche Selbstbildungskompetenz – ein Verhalten, mit dem das Kind seinen eigenen Bildungsprozess aktiv vorantreibt. Auch ohne direkte Aufforderung oder Vorgabe durch Erwachsene erschließt sich das Kind neue Wörter eigenständig durch kontinuierliches Nachfragen.
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